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Segeberg „Federbälle“ sind der Renner bei den Geflügelzüchtern
Lokales Segeberg „Federbälle“ sind der Renner bei den Geflügelzüchtern
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20:15 06.01.2018
Seven und Ronja aus Stipsdorf ist der Umgang mit Hühnern vertraut. Ihnen gefielen die Zwerg-Wyandotten von Züchter Malte Göttsch. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Negernbötel

„Sie standen schon am frühen Morgen mit Kleinbussen vor der Tür“, erzählt Malte Göttsch, der im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Dass Besucher auch weite Wege für die Ausstellung in Kauf nehmen, hat einen Grund: „Das sind die Zwerg-Cochin. Nirgendwo sonst gibt es so viele ausgestellten Tiere wie bei uns“, verrät Malte Göttsch. Züchter aus ganz Deutschland, Belgien, Holland und Dänemark seien gekommen, um ihre Prachtexemplare in Negernbötel von Preisrichtern begutachten zu lassen.

Für die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Bad Segeberg und ihre Hühner, Zwerghühner, Enten, Gänse und Tauben ist die Jahresausstellung das wichtigste Ereignis des Jahres. Sogar Besucher aus Schweden ließen sich die Ausstellung nicht entgehen.

Die puscheligen Zwerge nehmen mit 650 Exemplaren mit Abstand die größte Gruppe der rund 950 ausgestellten Hühner ein. Vertreten sind sie in den unterschiedlichsten Farben und Schattierungen. Von den Liebhabern werden die aus China eingeführten Zwerghühner, die erst seit 1886 in Deutschland gezüchtet werden, auch liebevoll „Federbälle“ genannt. Diesen Namen haben sie nicht zuletzt ihrem Körperbau zu verdanken, denn ihr Rumpf ist breit und der Hals kurz. Federn haben die Cochin reichlich, die je nach Rasse glatt oder gelockt sein können.

Malte Göttsch hat sich zwar selbst den roten Zwerg-Wyandotten verschrieben, von den puscheligen Zwerg-Cochins aber ist er dennoch angetan. „Also ganz ehrlich, sie gefallen mir auch. Aber sie sind sehr pflegeintensiv“, erzählt Göttsch, der in diesem Jahr für seine Zwerg-Wyandotten den Vereinspokal in der Kategorie Zwerghühner einheimsen konnte. Schon früh hat sich der junge Mann aus Hartenholm den Zwergen in rot verschrieben. „Gesehen hatte ich sie 1998 als kleiner Junge bei der Deutschen Meisterschaft. Ein Jahr später habe ich von einem Züchter aus Lüchow-Dannenberg 30 Bruteier bekommen.

Damit habe ich angefangen. Das ist jetzt genau 19 Jahre her. So lange bin ich schon dabei.“

Im nächsten Jahr hofft der Geflügelzuchtverein, für seine Ausstellung wieder die Sporthalle des Städtischen Gymnasiums nutzen zu können, die derzeit wegen Sanierungsarbeiten gesperrt ist. So lange braucht aber niemand zu warten, denn das bunte Federvieh auf dem Reiterhof zwischen Wahlstedt und Negernbötel, Rützenhagen 1, ist auch heute noch von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet zwei Euro für Erwachsene.

Von Petra Dreu

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