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Fehler bei Bauplanungen in Groß Rönnau sorgen für Ärger

Groß Rönnau Fehler bei Bauplanungen in Groß Rönnau sorgen für Ärger

Holzhäuser für Asylbewerber könnten Anbau an das Feuerwehrhaus im Weg stehen – Widersprüchliche Angaben in einem alten Bebauungsplan erfordern neues Verfahren.

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Dort, wo die mobilen Heime für Asylbewerber aufgestellt wurden, stehen sie einem möglichen Anbau an das Feuerwehrhaus im Weg.

Quelle: Fotos: Pd

Groß Rönnau. Ein ziemliches Durcheinander in Groß Rönnau: Die mobilen Unterkünfte für Asylbewerber könnten einem Anbau des Feuerwehrhauses in die Quere kommen und müssen versetzt werden. In einem alten Bebauungsplan wurden unterschiedliche Angaben zur erlaubten Dachneigung entdeckt. Für eine eindeutige Aussage muss jetzt extra ein Änderungsverfahren durchgeführt werden. Und an der Alten Schule darf kein Carport, dafür aber ein Holzschuppen gebaut werden. Vorgeschrieben hat der Denkmalschutz dafür die Farbe grün, die Bandbreite allerdings ist groß.

LN-Bild

Holzhäuser für Asylbewerber könnten Anbau an das Feuerwehrhaus im Weg stehen – Widersprüchliche Angaben in einem alten Bebauungsplan erfordern neues Verfahren.

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Zwei niedliche Holzhäuser, wie sie bereits in Schieren aufgestellt wurden, stehen auf der Wiese hinter dem Feuerwehrhaus. Dass sie zu nah an das Feuerwehrhaus gestellt wurden, will Wehrführer und Bauausschuss-Vorsitzender Jan Schwettscher schon beim Schütten der Schotterunterlage moniert haben. Genützt hat es nichts, wenig später standen die mobilen Häuser fix und fertig auf der Feuerwehrwiese. „Da ist einiges schief gelaufen“, so Schwettscher. Auch wenn es eine Planung für den Feuerwehrhausanbau offiziell noch gar nicht gibt oder in Auftrag gegeben wurde, soll nun in einem Gespräch mit dem Amt und Architektin Wiebke Reher-Westphal eine Lösung gesucht werden.

Eine aktuelle Bauvoranfrage brachte einen weiteren Fehler zutage, der vor Jahren niemandem aufgefallen war, als der Bebauungsplan Nr. 4 für das Gebiet zwischen der Dorfstraße und der Segeberger Straße aufgestellt wurde. Er enthält zwei unterschiedliche Angaben zur erlaubten Dachneigung. Auf einer Seite sind Satteldächer mit einer Neigung von 35 bis 45 Grad erlaubt, auf einer anderen Seite Sattel- und Walmdächer mit einer Neigung von 30 bis 48 Grad. Um den Fehler auszumerzen reicht eine einfache Berichtigung nicht. Die Gemeinde ist gezwungen, ein vereinfachtes Bauleitverfahren mit Auslegungsfristen auf den Weg zu bringen. Der entsprechende Beschluss wurde gefasst. Um Bauwilligen auch Bauland anbieten zu können, wurde außerdem die Erfassung eines Baulückenkatasters beschlossen.

Aus dem Bau eines Carports an der Alten Schule wird indes nichts. Lediglich Stellplätze wurden vom Denkmalschutz genehmigt. Dafür aber erklärte sich die Behörde mit dem Bau eines kleinen Abstellschuppens für Fahrräder einverstanden. Bedingung: Der Schuppen soll grün gestrichen werden. Ob lind- oder dunkelgrün wurde nicht vorgeschrieben.

Keine Gedanken hatte sich der Bau- und Wegeausschuss bislang über die neuen Abwägungsbereiche für die Windenergienutzung auf dem Gemeindegebiet gemacht. In offener Runde diskutierten Kommunalpolitiker und Besucher. Einig waren sich die Gemeindevertreter, gerade noch rechtzeitig eine Stellungnahme an das Land zu schicken. Stichfeste Argumente konnte jedoch niemand benennen.

Abschied von den Plambecks

5 Jahre haben Marita und Karsten Plambeck in Groß Rönnau als Gemeindearbeiter Unkraut aus Blumenbeeten gezupft, Bürgersteige gefegt und überall im Stadtgebiet für Ordnung gesorgt. Aus persönlichen Gründen hat das Ehepaar nun das Handtuch geworfen. Bürgermeisterin Gesche Gilenski dankte ihnen am Montag in der Sitzung des Gemeinderates mit einem Präsent. Ersatz zum 1. Juni steht bereit: Die Aufgaben als Gemeindearbeiter wird künftig Mark Fredel übernehmen. pd

Petra Dreu

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