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Segeberg Ferien auf dem Arbeitsmarkt: Über 7000 Menschen ohne Job
Lokales Segeberg Ferien auf dem Arbeitsmarkt: Über 7000 Menschen ohne Job
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21:26 30.07.2015

Die Sommerferien bedingen einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Im Juli ist die Anzahl der erwerbslos gemeldeten Personen im Kreis Segeberg auf 7013 angewachsen, das sind 358 mehr als noch vor einem Monat. Die Quote stieg in diesem Zeitraum von 4,6 auf 4,8 Prozent.

Aus der gestern vorgelegten Statistik der Arbeitsagentur Elmshorn, die auch für den Kreis Segeberg zuständig ist, geht aber auch hervor, dass die Arbeitslosigkeit unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Ende Juli vergangenen Jahres waren bei der Agentur 7269 Menschen ohne Job gemeldet (5,1 Prozent).

„Im Juli kamen zwei Effekte zusammen: Zum einen nehmen viele Unternehmen ihre notwendigen Personaleinstellungen erst wieder zum Ende der Sommerferien vor. Zum anderen meldeten sich in diesem Monat auch sehr viele jüngere Menschen arbeitslos, die nach Abschluss ihrer Schul- oder Berufsausbildung keine direkte Anschlussbeschäftigung hatten“, lautet die Analyse von Ute Beckmann, Geschäftsführerin „Operativ“ bei der Arbeitsagentur in Elmshorn.

Deshalb ist der Anstieg der Zahlen bei den Jugendlichen unter 25 Jahren mit einem Zuwachs von 34,9 Prozent zum Vormonat besonders ausgeprägt. Laut Agentur meldeten sich verstärkt Ausbildungsabsolventen und Schüler arbeitslos, die unmittelbar nach Ausbildungs- oder Schulende noch keinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz gefunden haben. Deutlich weniger Menschen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung beenden. Im Kreis Segeberg meldeten sich im Juli 435 Menschen (im Juni waren es 551) aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung ab. Zudem haben 296 Arbeitslose (Juni: 357) eine Ausbildung oder berufliche Qualifizierung begonnen.

„Gute berufliche Qualifikation bleibt auf dem Arbeitsmarkt gefragt“, erklärte Ute Beckmann. Eine solide Ausbildung oder ein Studium schütze zwar nicht immer vor Arbeitslosigkeit, aber erhöhe die Chancen, schnell wieder in Arbeit zu kommen. Ute Beckmann zeigt sich optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass viele der jungen Ausbildungsabsolventen schon in den nächsten Wochen wieder eine neue berufliche Herausforderung finden.“ Denn trotz des Ferienbeginns seien der Agentur und dem Jobcenter des Kreises weiterhin viele offene Stellen gemeldet worden. Laut Statistik gaben Arbeitgeber im Juli insgesamt 662 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen neu zur Besetzung auf, 30 mehr als im Juni.

Reichlich Bewegung ist noch auf dem Ausbildungsmarkt: Seit Oktober 2014 meldeten sich im Kreis Segeberg 1504 Bewerber um eine Lehrstelle bei der Berufsberatung, das sind 25 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Von den gemeldeten Bewerbern waren Mitte Juli noch 430 auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Im gleichen Zeitraum haben die Unternehmen im Kreis 1329 Ausbildungsstellen gemeldet. Von diesen Stellen waren im Juli 417 unbesetzt beziehungsweise die Bewerbungsverfahren noch nicht abgeschlossen.

„Es gibt auch in diesem Jahr Jugendliche, die bisher keine Zusage haben, aber auch viele unbesetzte Ausbildungsstellen“, so Ute Beckmann. Gute Chancen bestünden jetzt noch in der Gastronomie, im Lebensmitteleinzelhandel und Friseurhandwerk, im Garten- und Landschaftsbau, in Elektroinstallationsbetrieben oder im Sanitär- und Heizungsbau.

Infos: www.arbeitsagentur.de

„Gute berufliche Qualifikation bleibt auf dem Arbeitsmarkt gefragt.“
Ute Beckmann, Arbeitsagentur

LN

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