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Feuchtes Finale für Mark Forster am Kalkberg

Bad Segeberg Feuchtes Finale für Mark Forster am Kalkberg

6500 Zuschauer trotzen dem Regen beim letzten Konzert der „Bauch und Kopf“-Tour.

„Joho und ne Buddel voll Rum“, brummt es aus Männerkehlen. Ein Santiano-Auftritt, das sind musikalische Gezeiten mit Springfluf vor jubelnder Kulisse. Die Shanty-Folk-Rocker waren zum zweiten Mal am Kalkberg.

Bad Segeberg. Von so ein bisschen Regen und Hagel wie am Sonntag lassen sich echte Nordlichter nun wirklich nicht die Suppe versalzen – vor allem, wenn Musiker wie Namika und Mark Forster den Kalkberg rocken. 6500 Zuschauer waren trotz Regenmassen nach Bad Segeberg gekommen und hielten aus, bis der letzte Ton im Stadion verklungen war und sich ein riesiger Regenbogen über dem Kalkberg zeigte.

LN-Bild

6500 Zuschauer trotzen dem Regen beim letzten Konzert der „Bauch und Kopf“-Tour.

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„Es war ein tolles Konzert.

Das hat sich echt gelohnt.“ Nina Kirstein,

LN-Gewinnerin

„Wer hat alles seinen Lieblingsmenschen dabei“, fragte Namika in die Runde. Zahlreiche Arme reckten sich nach oben oder umschlangen den Menschen neben sich. „Seit dem Lied ist alles anders“, erzählt die Musikerin, die eine halbe Stunde lang dem Regen trotzte und sich als würdige Support-Sängerin für Mark Forster erwies. Auch wenn noch nicht viele ihrer Lieder bekannt sind, verschaffte sich Namika problemlos einen musikalischen Zugang zum Publikum. Wie auch Mark Forster suchte sie den direkten Kontakt zu den Zuschauern, auch wenn sie auf dem Bühnenvorsprung dafür gänzlich im Regen stand.

Brillenträger Elton John hatte mal ein Modell mit Scheibenwischern vorgeführt. Ein solches wäre am Sonntag auch ganz im Sinne Mark Forsters gewesen, der unablässig über die Bühne hüpfte. So sehr, dass zwischendurch mit Gummifletschen ausgestattete Crewmitglieder das Wasser von der Lauffläche schieben mussten. „Die wissen, dass ich ein Tollpatsch bin“, unkte Forster. Er begeisterte nicht nur mit seinen bekanntesten Hits, sondern schlug mit „Steine“ und sparsamer Instrumentierung auch leise Töne an, die seinem Musikerkollegen Sido zu verdanken sind.

„Es war ein tolles Konzert, die Stimmung war super. Das hat sich echt gelohnt“, war Nina Kirstein begeistert, eine der beiden LN-Gewinnerinnen von jeweils zwei Eintrittskarten für das Mark-Forster-Konzert. Auch Jennifer Schlätel aus Neuengörs, die zweite Gewinnerin, schwärmt vom Konzert: „Wir hatten richtig Spaß bis zur letzten Minute. Die Stimmung war super. Ich fand richtig toll, dass auch viele Kinder dabei waren. Es hat zwar geregnet, aber egal – alle haben schließlich gelacht. Vielen Dank an die LN für die beiden Eintrittskarten“, freute sich Jennifer Schlätel.

Das Konzert in der Kalkberg-Arena war auch für Mark Forster ein besonderes, denn für ihn hieß es am Wochenende Abschied nehmen: Mehr als zwei Jahre war Forster mit seiner Crew unterwegs gewesen und hat über 200 Auftritte im Rahmen der „Bauch und Kopf“- Tour hinter sich gebracht. Das Konzert in Bad Segeberg war das letzte in der Reihe, am 3. Juni erscheint Mark Forsters neues Album „Tape“.

Santiano enterten mit Shanty-Folk-Rock den Kalkberg

Freiheit, Liebe, Tod, gemischt mit Gischt und Sturmgetöse: Santiano enterte am Sonnabend die Bühne der Bad Segeberger Kalkberg-Arena und setzte mit seinem Langschiff am Gipsberg den Anker, um von 10000 Fans als Shanty-Folk-Rocker gefeiert zu werden.

Die Fiddel klingt, das Akkordeon stimmt ein, Gitarre und Trommeln mischen sich mit rauem Gesang aus Männerkehlen zu der etwas anderen Volksmusik. Ja, Santiano mit Frontmann Björn Both, eine gelungene Mischung aus Seebär und Meister Propper, Hans-Timm Hinrichsen, dem Barden mit den wilden Locken, Pete Sage, Andreas Fahnert und Sonnyboy Axel Stosberg, einen eine sehr altersgemischte Gemeinde um sich. Und die kommt nicht nur aus dem Norden. Aus vielen Ecken der Republik, in denen man die „romantisch“ verklärte Vorstellung vom Leben an der Küste hat, wie sie besungen wird, waren die Konzertbesucher angereist. Ziel: sich hingebungsvoll im gesungenen Seemannsgarn vertüddeln und ordentlich mitzugröhlen. So hatten Tatjana und Marcel Schmitt den Weg vom Main angetreten, weil sie Santiano vor „herrlicher Freilichtkulisse“ erleben wollten. „So schöne gibt es bei uns in Frankfurt nicht“, sind sie sich einig.

Auch Sylvia Konopatzki und Freund Olaf Schlichting aus Neubrandenburg schwammen begeistert im Santiano-Kielwasser mit: „Die Jungs sind einfach super.“ Geschmackssache. Aber sie verstehen es mitzureißen. Und langjährige Wegbegleiter wie Ingo Kruse aus Kellinghusen, der aussieht als würde er selbst zur Besatzung gehören, die kommen gar nicht wieder raus aus dem Schwärmen: „Der Musikstil ist einfach besonders.“

Für viele eine Überraschung, da kurzfristig als Vorgruppe engagiert, war Wingenfelder. Und zwar als Quartett. Die Mitbegründer der niedersächsischen Kultband „Fury in the Slaughterhouse“

(aufgelöst 2008), Kai und Thorsten Wingenfelder, sowie Norman Keil (Gitarre) und Volker Rechin (Bassgitarre) standen zwar vor extrem wenig Publikum, denn die meisten Konzertbesucher waren dem angegebenen Veranstaltungsstart um 20 Uhr gefolgt und entsprechend spät am Kalkberg angekommen. Aber diejenigen Besucher, die diesen besonderen Auftritt miterleben konnten, genossen ihn sichtlich.

hil

Petra Dreu

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