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Segeberg Feuerwehr Bornhöved hofft weiter auf Spenden
Lokales Segeberg Feuerwehr Bornhöved hofft weiter auf Spenden
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20:10 11.01.2017
Bornhöved

Über beinahe 6000 Euro Spenden konnte sich die Feuerwehr Bornhöved in den vergangenen beiden Jahren freuen – das geht aus dem Bericht über die der Gemeinde zugeflossenen Zuwendungen hervor. „Wir haben das große Glück, dass wir im Ort zwei, drei Unternehmen haben, die unsere Kameradschaftskasse mit finanziellen Mitteln unterstützen“, sagt Wehrführer Dirk Stemke. Allerdings sei er besorgt, ob das trotz der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen so bleiben wird.

Seit diesem Jahr müssen Wehren einen eigenen Haushalt vorlegen (die LN berichteten). Für Spenden für die Kameradschaftspflege, so Stemke, dürften nun keine Spendenbescheinigungen mehr ausgestellt werden. Kameradschaftspflege, dazu zählen für ihn etwa der Kanuausflug auf den Plöner See oder das Sommerfest gemeinsam mit den Familien. „Die Feuerwehr ist die einzige ehrenamtliche Pflichtaufgabe einer Gemeinde“, sagt Stemke. Seine Männer und Frauen – 56 Aktive – seien bereit, bei Tag und Nacht, Wind und Wetter, zum Einsatz zu fahren, „um anderen zu helfen“. Das gehe häufig auch zu Lasten der Familie. In seinen 30 Jahren bei der Feuerwehr sei es ihm auch schon passiert, dass der Pieper zum Einsatz rief, „obwohl gerade der Gänsebraten zu Heiligabend auf dem Tisch stand“. Oder an Silvester: „Ich hatte gerade die erste Rakete gezündet.“ Da seien Feste und Ausflüge im Team wichtig. Als Dank und auch, um „mal was anderes zu sehen“. Steuerlich absetzbar seien Spenden für diese Zwecke jedoch nicht mehr. „Hier könnte es in Zukunft schwieriger werden, Geld einzuwerben“, gibt Stemke zu bedenken.

Bei zweckgebundenen Zuwendungen gebe es nach wie vor die Spendenbescheinigung, mit der Zuwendungen steuerlich geltend gemacht werden können. So spendete der örtlichen Baumarkt vergangenes Jahr 1500 Euro für zwei Geräte, die sich die Wehr für technische Einsätze gewünscht hatte – eine akkubetriebene Säbelsäge und einen akkubetriebenen Bohrer. Einsatzmittel sollen nämlich nicht aus der Kameradschaftskasse gezahlt werden. „Es soll Wehren gegeben haben, die sich sogar Einsatzfahrzeuge aus der Kasse geleistet haben“, sagt Stemke. Einsatzmittel aber seien grundsätzlich Eigentum der Gemeinde, nicht das der Wehr, erklärt er. Das sei auch richtig so. Für Brandschutz müsse die Gemeinde sorgen – auch wenn das teuer sei.

Allerdings bedeute die Neuerung jede Menge Bürokratie, beklagt Stemke. Zumindest aber sei der neue Feuerwehrhaushalt in den Gemeindegremien ohne Probleme genehmigt worden. So plane die Wehr in diesem Jahr unter anderem aus ihren Spenden einheitliche dunkelblaue Hemden und Pullover mit dem Aufdruck Feuerwehr Bornhöved anzuschaffen für mehrere 1000 Euro. „Auch einheitliches Auftreten gehört für mich zur Kameradschaftspflege dazu“, erklärt Stemke.

Weitere Spenden erhielt die Wehr für die Organisation von Brandschutzübungen bei Unternehmen oder in Form von Sachmitteln: Blumenkübel zur Verschönerung des Platzes vor dem Feuerwehrhaus durch einen Holzunternehmer. Auch die Jugendwehr sei mehrfach großzügig bedacht worden: mit 1400 Euro von den Feuerwehrbikern für den Einsatz der Jugendlichen bei deren Treffen, außerdem mit 500 Euro eines Kiesunternehmens. „Damit können die Jugendlichen für einen geringen Eigenanteil ins Zeltlager fahren“, sagt Stemke. nam

LN

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