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Feuerwehr beschwert sich über zu viele kleine Einsätze

Bad Segeberg Feuerwehr beschwert sich über zu viele kleine Einsätze

Wehrchef: Brandbekämpfer sollen sich wieder auf Kernaufgaben konzentrieren.

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Erhielten Jahresspangen: Lennart Busch (für 10 Jahre; v.l.), Mark Zielinski, Sven Siever, Gert Poppinga (je 30 Jahre) und Klaus Gründel für 50 Jahre.

Quelle: Fotos: Sd

Bad Segeberg. Auf ein bewegtes Jahr blickt die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg zurück: Zu 225 Einsätzen wurden die Feuerwehrfrauen und -männer gerufen, darunter 23 Brände und 122 technische Hilfeleistungen. Diese Zahlen sind zwar rückläufig, doch dafür stiegen die Einsätze bei Türöffnungen und Fehlalarmierungen. „Es war ein anstrengendes Jahr, wir haben viel erlebt“, betonte Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinski während der Jahresversammlung.

Damit meinte er zum Beispiel auch zwei Tötungsdelikte, die vermisste Person auf dem Segeberg See und die Gasleckagen durch den Glasfaserausbau. Dazu kämen die vielen kleinen Einsätze, die nicht zu den Kernaufgaben der Feuerwehr gehörten. „Das habe ich auch von der Landesebene mitgenommen, wir müssen uns wieder stärker auf die Kernaufgaben konzentrieren“, so Zielinski. Die Feuerwehr ist da, wenn Menschen in Not sind. Doch diese Not werde unterschiedlich bewertet. Zum Beispiel gehörten ein Ästchen auf der Straße nach einem Sturm oder eine Blindschleiche im Zimmer nicht dazu. Wenig motivierend seien Einsätze, die durch Gedankenlosigkeit wie Rauchen oder Benutzung von Haarspray unter Rauchmelder entständen. „Doch es gab auch schöne Einsätze“, so der Wehrführer. Zum Beispiel die Brandwachen am Kalkberg oder das Kindervogelschießen. Auf die unnötigen Einsätze gingen auch Kreisbrandmeister Holger Gebauer und Bürgermeister Dieter Schönfeld ein. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir das anders regeln können“, sagte Gebauer. Jedoch werde das nicht kurzfristig geschehen. Schönfeld erklärte, dass die „112“ ein Garant für schnelle und zuverlässige Hilfe sei. Das geleistete Pensum sei nicht nur bewundernswert, sondern auch an der Leistungsgrenze der Feuerwehrleute.

Statistik: 225 Einsätze und acht Brandwachen. 125 Mal war das Hilfeleistungslöschfahrzeug im Einsatz, das Tanklöschfahrzeug 106 Mal und das Löschfahrzeug 50 Mal. Bei 86 Einsätzen war die Drehleiter dabei. Ein Durchschnittseinsatz dauert 52 Minuten und benötigt 11,5 Feuerwehrleute sowie 3,6 Fahrzeuge.

Bestand: Zum Ende des Jahres hatte die Wehr 78 aktive Mitglieder, 19 Ehrenmitglieder und 24 Kinder und Jugendliche in der Jugendabteilung. Außerdem unterstützen 781 fördernde Mitglieder die Wehr. Der Frauenanteil liegt bei knapp acht Prozent, der Altersdurchschnitt bei 38,9 Jahren.

Wahlen: Jürgen David ist aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt des Gruppenführers Löschfahrzeug ausgeschieden, mit 58 von 71 Stimmen wurde Gert Poppinga in das Amt gewählt.

Neuer stellvertretender Kassenwart ist Robert Rainers-Hesebeck.

Ehrungen: Für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt Stefan Sommer das silberne Brandschutzehrenzeichen, Dieter Rausche und Günter Stolten bekamen für 40 Jahre das Brandschutzehrenzeichen in Gold. Jahresspangen gab es für Lennart Busch (10 Jahre), Gert Poppinga, Sven Siever, Mark Zielinski (30 Jahre) und Klaus Gründel (50 Jahre).

Beförderungen, Verpflichtungen und Übernahmen: Zum Löschmeister befördert wurden Olaf Döhner, Horst Hormann, Johannes König, Christopher Lewering, Dieter Rausche, Dennis Schubring und Günter Stolten. Oberfeuerwehrmann beziehungsweise -frau wurden Yvette Haaks, Adnan Onat, Pierre Poggenberg, Jana Schlowinski und Amelie Stepputat. In die Wehr aufgenommen wurden Torsten Fietkau, Michael Kohls, Sebastian Krause, Alexander Ladwig und Markus Leyk. Aus der Jugendwehr übernommen wurden Marc Kevin Schmidt und Marvin Heide.

 Silvie Domann

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