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Segeberg Feuerwehr braucht dringend Alarm-Parkplätze
Lokales Segeberg Feuerwehr braucht dringend Alarm-Parkplätze
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21:20 14.11.2017
Probleme gibt es genug: Das rote Häuschen am Eingang der Bad Segeberger Feuerwache. Quelle: Foto: Glombik
Bad Segeberg

Es wird angeordnet: Denn Fristen sind inzwischen verstrichen. das war vor Kurzem Thema im Bauausschuss. Demnach wurden nach einem Kontrollgang im Oktober Vollzug und Umsetzung der geforderten Maßnahmen bis zum Ende des Jahres verlangt. Besonders scheint der Unfallkasse die für Einsatzkräfte notwendigen Parkplätze bei der Feuerwehr Bad Segeberg am Herzen zu liegen. Die Alarm-Parkplätze wären mit entsprechenden Schildern schnell für die Feuerwehrkräfte reserviert. Doch passiert ist bislang nichts.

Wo sind Alarmparkplätze? Wo Umkleidemöglichkeiten? Die Feuerwehrunfallkasse sitzt dem Rathaus im Nacken. Bei Kontrollen der Bad Segeberger Feuerwehr wurden 2016 viele Mängel festgestellt. Die sind offenbar nicht alle behoben. Nun drohen Geldbußen.

Die Unfallkasse warnt, dass Feuerwehrangehörige unter „enormen zeitlichen Druck“ stünden, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden. Werden sie gezwungen, sich vor der Einsatzfahrt erst einen Parkplatz zu suchen, gehe nicht nur wertvolle Zeit verloren, sondern die Ehrenamtlichen unterlägen auch einem „erhöhten Unfallrisiko“.

Immerhin stehen 17 Parkplätze in der Zufahrt zum Feuerwehrhaus zur Verfügung. Die Stellplätze sind derzeit öffentlich, ohne Zeitbeschränkung kostenlos nutzbar. Gestern Mittag war übrigens kein Stellplatz frei. Notwendig wären hier analog zu den Sitzplätzen auf den Feuerwehrfahrzeugen 75 Parkplätze. Die sind aber beim besten Willen auf dem ohnehin beengten Grundstück der Feuerwache nicht einzurichten. Statt nun ein Schild aufzustellen, schlägt die Verwaltung vor, gleich einen Zaun für 10 000 Euro zu errichten.

Stadtvertreter Wolfgang Juhls (BBS) verwundert dieses Vorhaben. „Davon ist seitens der Unfallkasse doch gar nicht die Rede“, kritisierte er. Die Flächen sollten „ja nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch“ ausschließlich für die Feuerwehr frei bleiben, wendet Bauamtsleiterin Antje Langethal ein. Sie möchte das Vorhaben bis zum Jahresende umsetzen. Auch Joachim Wilken-Kebeck (SPD) plädiert dafür, erst einmal die Aufstellung eines Schildes zu beschließen. Volker Stender (CDU) fordert Kontrollen durch die Stadt. Und auch Bauausschussvorsitzender Wolfgang Tödt will keinen teuren Zaun, sondern eine klare Ansage. „Wir brauchen ein Schild, auf dem mitgeteilt wird, dass widerrechtlich parkende Fahrzeuge abgeschleppt werden. Und das muss konsequent durchgezogen werden.“

Damit nicht genug Mahnungen seitens der Unfallkasse: Nach einem internen Papier der Feuerwehr werden externe Dusch- und Umkleidecontainer für die Bad Segeberger Feuerwehr angeordnet. Auch dieses muss die Stadt bis Ende 2017 umsetzen.

Für Unmut bei der Wehr sorgt auch, dass sich in dem Raum für die Jugendwehr Schimmel breitmacht. Der Raum soll inzwischen gesperrt sein. Auch hier fragte Wolfgang Juhls (BBS) im Bauausschuss nach dem Stand der Arbeiten. Er zitierte aus einem Schreiben der Feuerwehr, dass im Vorraum eine Heizung einzubauen sei, um die Schimmelbildung zu reduzieren.

Antje Langethal berichtete, dass der Jugendwehr-Raum derzeit geheizt und gelüftet werde. Die Ursache der Feuchtigkeit werde gesucht.

Noch mehr Probleme sind aus Sicht der Unfallkasse bei der Lagerung von Betriebsstoffen und Gefahrgütern zu lösen. Auch hier ist die Umsetzung für Ende 2017 angemahnt. Gefordert wird von der Unfallkasse auch eine Ampel an der B 206 für die Alarmausfahrt der Wehr. Hier sind auch mal Kreis und Land gefordert.

 wgl

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