Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Scheune brennt nieder
Lokales Segeberg Scheune brennt nieder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:03 08.02.2018
In der brennenden Scheune waren Gasflaschen, die zu explodieren drohten.  Quelle: Nadine Materne
Traventhal

Wenige Minuten nach 19 Uhr ging der Alarm bei der Leitstelle ein. „Feuer groß“ in Traventhal. „Die Besitzerin hat selbst die Feuerwehr benachrichtigt“, sagte Polizist Rüdiger Bühring von der Polizeistation Garbek. Eine junge Frau, die eine Reitbeteiligung auf dem Hof hatte, soll die Eigentümerin demnach über das Feuer informiert haben. Als die Wehren aus Traventhal, Klein Gladebrügge, Schieren, Söhren, Stipsdorf, Weede und Altengörs mit ungefähr 100 Einsatzkräften vor Ort eintrafen, brannte die Doppelscheune bereits lichterloh. Der Feuerschein war bereits von Weitem zu sehen.


Meterhohe Flammen schlugen aus dem Scheunengebäude

„Der Brand ist in der linken Hälfte ausgebrochen“, schilderte Michael Mücke, stellvertretender Amtswehrführer. Dicker Rauch stieg meterhoch in die Luft als die Einsatzkräfte mit Wasser aus mehreren Schläuchen gegen die Flammen kämpften. Funken flogen durch die Luft. „Menschen kamen nicht zu Schaden“, berichtet Mücke. 

Sehen Sie hier Fotos von dem Feuer in Traventhal.

Viele Dorfbewohner schauten sich den Einsatz aus sicherer Entfernung an. Für die Einsatzkräfte wurde heißer Kaffee gebracht. Was Außenstehende nicht bemerkten: „Bei der Erkundung haben wir in der Scheune fünf Gasflaschen gefunden“, sagte Mücke. Acetylen, ein Gas, das zum Schweißen genutzt werde, so der Gemeindewehrführer aus Schieren. Bei zu starker Erhitzung drohten die Flaschen zu bersten. „Sie können auch explodieren.“ Deshalb seien die Feuerwehrleute, die nicht unmittelbar in erster Reihe zu tun hatten, auch aufgefordert worden, hinter den Einsatzfahrzeugen an der Brandstelle zu bleiben.
Unter ständiger Kühlung – um den chemischen Prozess in den Flaschen zu bremsen – konnten die Gasflaschen schließlich geborgen werden. Auf einem Feld sollte dann das Gas kontrolliert abgelassen werden, erklärte Mücke.

500 Meter Schlauchleitungen hatten die Feuerwehrleute gelegt, um das nötige Löschwasser aus einem Löschteich zur Brandstelle zu fördern. Zusätzlich wurde ein Hydrant genutzt. Nach gut einer Stunde war die Scheune so gut wie gelöscht. Die Brandursache ist bisher unklar.

Der Platz um das Gebäude herum glich schnell einer Seefläche, das Wasser musste auf benachbarte Wege gepumpt werden. Wegen der niedrigen Temperaturen und der Eisbildung ist in dem Bereich im Brookredder Vorsicht geboten.

 Nadine Materne 

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!