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Firefighter: Nur für die Härtesten der Harten

Bad Segeberg Firefighter: Nur für die Härtesten der Harten

Wenn sich am Wochenende in Berlin fast 500 „Firefighter“ treffen, sind Eike Tralau und Christian Schütt dabei.

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Eike Tralau und Christian Schütt (vorn, von links) treten mit ihren Freunden am Sonnabend in Berlin an.

Quelle: Petra Dreu

Bad Segeberg. Wenn die beiden Trappenkamper Feuerwehrleute Eike Tralau (26) und Christian Schütt (25) ihre eigenen Grenzen austesten können, ist ihnen kein Risiko zu groß, kein Weg zu weit und keine Aufgabe zu beschwerlich. Erst 2012 sind sie aus den Vereinigten Emiraten zurückgekehrt, wo sie arabische Feuerwehrleute ausgebildet haben. Heute steigen sie in den Zug, um in Berlin an der 7. Firefighter-Challenge teilzunehmen, einem der härtesten Wettkämpfe für Feuerwehrleute. 400 Einzelkämpfer, 65 Tandem-Teams und 63 Staffeln mit je fünf Teilnehmern gehen hier an den Start.

„Die Firefighter Combat Challenge ist ein Wettkampf, der außer dem puren Sport noch eine Absicht verfolgt: Es geht darum, einen der härtesten Jobs besser, schneller und sicherer zu machen“, hatte Dr. Paul O. Davis, Erfinder der Firefighter Challenge einst gesagt. „Andere meinen, das sind die härtesten zwei Minuten im Sport. Und das ist wirklich nicht übertrieben“, ergänzt Christian Schütt. In der Tat: Was die beiden Feuerwehrmänner im Training zeigen, lässt Nicht-Sportler nur ungläubig schauen und entgeistert staunen.

So manch einer wäre schon bei der ersten Übung zusammengebrochen. Die beiden Trappenkamper dagegen tun so, als wäre es nichts. Selbst nach dem fünften Trainingsteil geht der Atem kaum schneller, die Beine zittern nicht, und hinsetzen müssen sich die beiden auch nicht. Und das trotz ihrer Schreibtischjobs, für die man alles sein muss, nur nicht sportlich.

Das sind sie natürlich trotzdem. Zweimal wöchentlich geht Eike Tralau ins Fitnessstudio und läuft. Christian Schütt spielt darüber hin aus noch dreimal wöchentlich Fußball. Fünf unmittelbar aneinandergereihte Aufgaben bringt Christian Schütt als erster hinter sich. 30 Kilogramm wiegt die Ausrüstung inklusive des Atemschutzgerätes, mit dem er vier Stockwerke des Schlauchturms an der Kreisfeuerwehrzentrale hinaufrennt. Geschultert hat er dabei ein 20 Kilogramm schweres Schlauchpaket. Oben angekommen folgt Übung zwei: Ein weiteres 20-Kilo-Schlauchpaket zieht er mit einem Seil in die Höhe. Im gleichen Tempo geht es wieder runter, wo in Berlin eine „Keiser Force Machine“ warten wird: Mit einem Vier-Kilo-Hammer muss ein Gewicht von 72,5 kg über eine Strecke von 1,50 Meter nach hinten geschlagen werden.

Verschnaufpause? Fehlanzeige. Immer noch mit dem Atemschutzgerät auf dem Rücken sprintet Christian Schütt in Übung vier über einem 42,5 Meter langen Slalomkurs, wo am Ende ein mit Wasser gefülltes C-Rohr wartet. Das ist immerhin 70 Kilogramm schwer und muss 22,8 Meter weit gezogen werden, um mit dem Wasserstrahl ein Ziel zu treffen. Der Quälerei ist dann aber immer noch nicht genug. Auf dem Boden liegt wie ein nasser Sack „Gnecko“, eine schon etwas löcherig gewordene Puppe, die 80 Kilogramm auf die Waage bringt und 30 Meter rückwärts ins Ziel gezogen werden muss.

2:08 Minuten hat Christian Schütt für die Tortur gebraucht. „Das ist zu viel. Ein bis zwei Durchläufe mache ich heute noch“, nimmt sich der Trappenkamper vor, während er seinen Kollegen Eike Tralau anfeuert. Während Schütt als Einzelkämpfer antritt, ist Eike Tralau zusammen mit Dirk Rixen (34) und Torben Kollmus (25) aus Wattenbek sowie Benjamin Piel (32) aus dem westfälischen Meinerzhagen Teil einer Staffel.

Für die nächste Woche haben sie eine weitere Herausforderung eingeplant – die „Europa-Challenge“ in der Nähe von Göttingen.

Petra Dreu

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