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Firmen wollen bauen – aber Planer streiten über Gutachten

Bad Segeberg/Wahlstedt Firmen wollen bauen – aber Planer streiten über Gutachten

Kreisplaner übt heftige Kritik am Gewerbeflächenkonzept für den Zweckverband Mittelzentrum – Dabei rennen Unternehmen dem Wirtschaftsförderer schon die Türen ein.

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Noch arbeiten Bagger für die Erschließung des Gewerbegebietes Burgfelde Erde, da sind die Flächen schon fast vergeben.

Quelle: Karsten Wilkening

Bad Segeberg/Wahlstedt. Bremst der Kreis die Gewerbeentwicklung aus? Es geht um die Diskussion, ob die Region Bad Segeberg entweder zu viele oder zu wenige Gewerbeflächen schafft. Fachleute streiten über ein Gutachten dazu.

LN-Bild

Kreisplaner übt heftige Kritik am Gewerbeflächenkonzept für den Zweckverband Mittelzentrum – Dabei rennen Unternehmen dem Wirtschaftsförderer schon die Türen ein.

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Das Gewerbegebiet Burgfelde mit 12,5 Hektar wird gerade erschlossen. Außerdem planen Wahlstedt (20 Hektar) und Negernbötel (bis 15 Hektar) ein ähnlich großes Industriegebiet. Der private LevoPark hat 29 Hektar. Wegen des großen Angebots befürchtete Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) eine Überversorgung mit Gewerbeflächen und große Konkurrenz (die LN berichteten). Doch ein jetzt vorliegendes Gewerbeflächenkonzept für den Zweckverband Mittelzentrum Bad Segeberg-Wahlstedt kommt zu anderen Ergebnissen.

Es stammt aus der Feder von Bad Segebergs Wirtschaftsentwickler Markus Trettin, dem „Ein-Mann-Betrieb“ für Wirtschaftsförderung in Bad Segeberg und Wahlstedt. Er kommt zu dem Schluss, dass es im Mittelzentrum in den nächsten 14 Jahren einen Flächenbedarf für Firmen von 50 Hektar geben werde. Vorsichtig geschätzt. Denn im Gewerbegebiet Burgfelde, wo Bagger gerade wühlen für Straßen und Leitungen, sollen von 12,5 Hektar nur noch 3,6 nicht verkauft oder reserviert sein. Nach der Hass+Hatje GmbH, die über 2,5 Hektar für ein Bauzentrum gekauft haben soll, möchte jetzt ein weiterer großer Betrieb drei Hektar in Burgfelde reservieren, berichtet Trettin.

Mitte Juni wurde sein Gutachten der Kreisplanung vorgelegt. Doch diese zeigte sich von dem Konzept wenig überzeugt und spricht nur von einem „Entwurf“. Kreisplaner Frank Hartmann fehlt in manchen Teilen „die inhaltliche Tiefe“. Auch sei es üblich, derartige Konzepte, die Grundlagen planerischer Entscheidung sein sollen, „gemeinsam mit den wesentlichen betroffenen Behörden zu erarbeiten und abzustimmen“. Es bestehe Gefahr, dass dieses Konzept als Grundlage für die angestrebte Entwicklung des Flächennutzungsplanes nicht als ausreichend angesehen werde, moniert sich der Kreisplaner in einem Schreiben. Prompt wird beim Mittelzentrum jetzt überlegt, bei Einforderung weiterer Prognosen zum künftigen Flächenbedarf dieses bei einem externen Büro in Auftrag zu geben. Das dürfte teuer werden und Zeit verschlingen. Dabei stehen schon jetzt reichlich Firmen auf der Matte.

Trettin berichtet von acht Unternehmen „in der Pipeline“ für das neue Gewerbegebiet Burgfelde. Auf die harsche Kreis-Kritik an seinem Gutachten angesprochen, kündigte Trettin Gespräche mit der Kreis- und Landesplanung an. In einem Workshop zu dem Thema sei der Kreis mit eingebunden gewesen, sagt er. Es gehe im Wesentlichen nur um eine Ergänzung des schon im Flächennutzungsplan des Mittelzentrums verzeichneten Gewerbegebietes auf Negernböteler Gebiet. In Wahlstedt/Negernbötel zwischen Flugplatz und Autobahn sollen Industrieflächen ausgewiesen werden. Trettin: „Wir haben auch hier dringenden Bedarf, den wir gar nicht bedienen können.“

Anfang des Jahres habe es schon drei Anfragen über die Wirtschaftförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) nach Industrieflächen für Produktions- und Logistikbetriebe mit einer Größe von 32 Hektar gegeben. Neumünster und Wahlstedt/Negernbötel wären landesweit die einzigen Anbieter. „Wir liegen mit der Verkehrsanbindung goldrichtig,“ beteuert Trettin.

 Wolfgang Glombik

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