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Segeberg Flath-Beirat schließt Zuhörer teilweise aus
Lokales Segeberg Flath-Beirat schließt Zuhörer teilweise aus
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20:13 17.01.2017
Knapp 20 Zuhörer waren zur Sitzung des Stiftungsrates Flath gekommen. Quelle: Foto: Domann
Bad Segeberg

Dem Beirat der Otto-Flath-Stiftung ist ein Druckfehler unterlaufen. Die Mitglieder hätten die jüngste Sitzung gern unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehandelt, doch auf der Einladung stand dick und fett „öffentlich“. Und da knapp 20 Bürger, Flath-Interessierte und Mitglieder des Förderkreises Kulturforum Flath gekommen waren, um sich über die Entwicklung in Sachen Flath zu informieren, blieben große Teile der Sitzung auch öffentlich.

Nur die Punkte acht und neun, bei denen es um die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und Förderverein ging, wurden in einem nicht öffentlichen Teil besprochen. Dafür hatte sich die Mehrheit der Stiftungsbeiratsmitglieder entschieden. Ihre Begründung: „Vertragsangelegenheiten“. „Verstehen kann ich das nicht, es sind doch keine vertraglichen oder rechtlichen Dinge zu klären“, so Thomas Krüger, Stiftungsratsmitglied, Stadtvertreter und Vereinsmitglied, der als einziger gegen den Ausschluss der Öffentlichkeit gestimmt hatte. Verwunderung und Unverständnis auch bei den Zuhörenden, die über die Entscheidung den Kopf schüttelten. „Wir möchten doch wissen, ob es eine Zusammenarbeit mit dem Förderverein und einen Erhalt des Erbes von Otto Flath gibt“, bemerkten einige aus dem Publikum.

Auch Dieter Blau, einer der Ehrenamtler, der als einziges Nicht-Stiftungsratsmitglied Rederecht hatte, betonte, dass er sich wünsche, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Stiftungsbeirat und Förderkreis verbessere. „Ich stehe ganz auf ihrer Seite“, sagte Beiratsvorsitzende Ursula Michalak. Und auch Bürgermeister Dieter Schönfeld als Stiftungsvorstand sprach sich für eine Zusammenarbeit aus und versprach, Anregungen des Vereins aufzugreifen. „Es kann nur gut sein, wenn sich Menschen für Flath einsetzen.“ Doch auch Kritik äußerten beide. So wurde eine mangelnde Kommunikation beklagt und dass Presse und andere Institutionen noch vor dem Stiftungsbeirat informiert würden.

Unterschiedliche Auffassungen gibt es in vielen Bereichen zwischen Rat und Verein. Um die Zusammenarbeit voranzubringen, soll es demnächst einen Termin zwischen Bürgermeister Schönfeld und der zweiten Vereinsvorsitzenden Dr. Susanne Will-Flatau geben. Doch bei vielen Zuhörern blieb ein Beigeschmack von Geheimniskrämerei sowie das Gefühl übrig, dass die Otto-Flath-Stiftung „an die Wand gefahren“ und Grundstück und Gebäude-Ensemble des Bildhauers verkauft werden sollen. sd

LN

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