Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Flaths Grab: Knapp gerettet
Lokales Segeberg Flaths Grab: Knapp gerettet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:54 07.04.2017

Uff, das war knapp! Fast wäre das schöne Grab von Bad Segebergs Ehrenbürger Otto Flath (gest. 10. Mai 1987) eingeebnet worden. Hätte da nicht Kämmerin Christiane Ostwald in letzter Sekunde rettend in der Stadtvertretersitzung eingegriffen, wäre es mit Segebergs bekanntestem Bildhauer schiefgegangen, sein Grab am 15. Mai kostenpflichtig geräumt worden.

Denn die Stadtvertreter hatten zu entscheiden, ob auch die kommende fünf Jahre 168,80 Euro für das Grab-Nutzungsrecht zu zahlen sind. Eine Verlängerung koste pro Jahr 33,76 Euro, die im Voraus an die Kirche zu zahlen wären. Die Stadt braucht bekanntermaßen jeden Cent. Thomas Krüger (Unabhängige) empörte sich darüber. Wenn die Erhaltung des Grabes nicht mehr als selbstverständliche Aufgabe gesehen werde, bleibe nur die Schlussfolgerung: „Man will Flath nicht, er ist Ballast oder gar ein Verhasster.“ Der Flath-Förderkreis übernehme die Grabpflege. Krüger stellte den Antrag, dass sich die Stadt dauerhaft verpflichte, die Gräber ihrer Ehrenbürger zu erhalten. Jens Lichte (SPD, „Das muss ich erst mal verdauen“) beantragte, das Grab-Thema noch einmal in den Ausschüssen zu beraten. Zustimmung.

 

Da hätte sich Bad Segebergs Ehrenbürger Otto Flath im Grabe gedreht: Politiker diskutierten über Grabnutzungsdauer und 168,80 Euro. Fast wäre darüber sein Grab geräumt worden. Quelle: Fotos: Braune/glombik

Bürgervorsteherin Ingrid Altner wollte schon zum nächsten Tagesordnungspunkt wechseln. Da verwies die Flath-Retterin auf die Frist: Schnell beschloss man wenigstens eine kurze Grabzeitverlängerung. .

.

 wgl

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige