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Segeberg Fledermaus-Musical als Dank für die Helfer
Lokales Segeberg Fledermaus-Musical als Dank für die Helfer
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23:30 27.08.2013
„Flattertom“ und „Flederlilly“ rockten auf ihren „geflügelten“ Musikinstrumenten, Keyboard und E-Gitarre. Quelle: Foto: Domann

Musical mit lauter Fledermäusen zur Fledermausnacht in Bad Segeberg: Gerade haben sich Flattertom und Flederlilly im alten Güterbahnhof gemütlich eingenistet, da müssen die beiden Fledermäuse schon wieder umziehen. Das alte Bahnhofsgebäude soll abgerissen werden und einer Schnellstraße weichen. Schon jetzt ist der Lärm ohrenbetäubend: ka-tong, ritze-ratze und quietsch schallt es über das Gelände.

Erst wenn die Menschen das seltsame Wort „Feierabend“ rufen, kehrt Ruhe bei den Fledermäusen ein. Und dann beginnt sie, die Jagd auf Moskitos, Schwebfliegen und Zuckmücken.

Carina und Christoph Kohrt von „Theaterfimmel“ zeigten im Rahmen der internationalen Fledermausnacht das Fledermausmusical „Flattertom und Flederlilly“ am Kalkberg. Im Schmetterlingsgarten der Nabu-Landesstelle Fledermausschutz und -forschung Schleswig-Holstein schlüpften die beiden Schauspieler in die Rollen der Fledermäuse, flatterten durch die Zuschauer und erklärten singend, wie Fledermäuse jagen: mit Sonar.

„Wir schreien mit Ultraschall und berechnen den Widerhall“: Flattertom ist nicht nur ein schmucker Fledermausmann, er ist auch Großmeister im Vampirkarate. So lud er die Zuschauer zu einer Übungslektion in der ausgefallenen Kampfkunst ein. Den Abriss kann Flattertom mit seinem Vampirkarate aber nicht verhindern. So heißt es wieder einmal umziehen. Zum Glück haben Paula und Jonas davon erfahren und siedeln die beiden Fledermäuse auf dem Dachboden von Jonas Eltern an.

Zahlreiche Probleme sind programmiert, und auch die pubertierenden Jugendlichen haben zu kämpfen. Doch Fledermäuse sind nicht nur Jäger der Nacht, sie verstehen auch etwas von der Liebe.

Das Musical war auch ein Dankeschön für die vielen Helfer des Nabus, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Aktionen zur Fledermausnacht angeboten hatten. „Außerdem sind viele von uns in die Klage gegen die A 20 eingebunden“, sagte Stefan Lüders, Referent für Fledermausschutz. So hatten sich die Nabu-Leute zu einem gemütlichen, kleinen Gartenfest mit Speisen und Getränken, Spielen für Kinder und dem Musical entschieden.

„Das ist handlebar und so haben wir Zeit, miteinander zu reden“, sagte Stefan Lüders und fügte hinzu, dass man für die nächsten Veranstaltungen zur Fledermausnacht wieder das Erleben der Tiere in den Vordergrund stellen wolle. Denn die Besucher möchten vor allem am Abend den Tieren mit dem Fledermausdetektor lauschen. sd

LN

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