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Segeberg „Fleißige Bienen“
Lokales Segeberg „Fleißige Bienen“
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10:50 30.10.2012
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Segeberg

Von Christian Spreer

Bad Segeberg – Die Imkerschule in Bad Segeberg, die älteste in ganz Deutschland, will sich stärker der Öffentlichkeit präsentieren. Wie die Landesvorsitzende des Verbandes Hamburger und Schleswig-Holsteiner Imker, Anke Last, gestern den LN sagte, wolle sie „der Schule wieder einen Rahmen geben“. Und das soll auch in blühender Form geschehen. Zu diesem Zweck haben gestern Verbandsvertreter, Teilnehmer eines Honigkurses und Mitglieder des Naturschutzringes, der in der Imkerschule an der Hamburger Straße seinen Sitz hat, mit Bienenfleiß eine Pflanzaktion vorgenommen. Rund 1000 Krokus- und Hyazinthenzwiebeln wurden rund um die Schule in die Erde gesetzt. Und auch – das ist eine Besonderheit – vor dem benachbarten McDonalds.

Denn der Burgerbräter und die Imker setzen auf gutes Miteinander. Ein Zaun, der beide Grundstücke trennt, wird mittels eines hübschen Überganges geöffnet. „Wenn die Mc Donalds-Gäste draußen sitzen, sollen sie sehen und erleben können, was wir nebenan machen“, sagte Anke Last. Und ruhig mal ’rüberkommen: Infotafeln sollen dazu animieren. Das Umfeld der Schule soll zudem mit finanzieller Unterstützung von „Holsteins Herz“ ordentlich aufgehübscht werden. Ein öffentlich zugängiger, interessanter Naturlehrpfad soll angelegt werden.

Hintergrund: Die Imkerei wird heute von immer weniger Menschen betrieben. Von den nur noch 2600 Imkern, die dem Landesverband angehören, „können nur noch etwa 20 davon leben“, sagte Anke Last. Warum? „In den 50er Jahren brauchte ein Imker zur Sicherung seiner Existenz 100 Bienenvölker, heute sind es 400 bis 500.“ Und die haben es immer schwerer, gesund zu bleiben. 2011 seien etwa 30 Prozent aller Bienenvölker eingegangen. Die Varroamilbe setzt Tieren zu, aber auch Pestizide und Herbizide, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Außerdem seien die Honigpreise seit langem im Keller. Heute kostet ein Glas guten Imkerhonigs nur noch gut halb so viel wie in den 50er Jahren.

Die fleißigen Tierchen haben es auch der Högersdorfer Künstlerin Nine Winderlich angetan. Sie hat sogar einen Bilderzyklus mit dem Namen „Fleißige Bienen“ gemalt. Fünf davon hat sie gestern dem Imkerverband gespendet. Nine Winderlich will, dass ihre Bilder von vielen Menschen betrachtet werden. Und da viele sich Orginalkunstwerke nicht leisten können, hatte sie eine Idee: „Ich will Benachteiligten die Kunst erschließen“, sagte sie den LN gestern. 60 Bilder – „von ganz klein bis ganz groß“ – und zwölf Serien will sie sozialen Einrichtungen spenden: „Die Bilder sollen dahin, wo Menschen sich über sie freuen“, zum Beispiel in Kitas, Kliniken, Heime, Kirchen. „Ich möchte von dem Glück, das ich beim Malen empfunden habe, etwas abgeben“, sagt Nine Winderlich.

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