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Segeberg Flüchtlingsunterkunft wird nicht erweitert
Lokales Segeberg Flüchtlingsunterkunft wird nicht erweitert
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21:01 19.02.2016
Rund 1,9 Millionen Euro hat der Umbau dieser Unterkunft gekostet. Nun ist Platz für 85 statt wie bisher für 80 Menschen. Quelle: Kullack

 Landrat Jan Peter Schröder erklärte am Donnerstag vor den Mitgliedern des Hauptausschusses des Segeberger Kreistages: „Der Kreis legt die Pläne für die Erweiterung der Gemeinschaftsunterkunft Schackendorf auf Eis.“

Grund, so der Landrat, sei eine Nachricht aus dem Kieler Innenministerium: Wegen der engen Nachbarschaft zur A 21 und zur stark befahrenen Kreisstraße 61 sehe das Ministerium „keine Genehmigungsfähigkeit“ für eine Änderung des Flächennutzungsplanes, was die Voraussetzung für einen Neubau auf demselben Gelände wäre.

Landrat Schröder wörtlich: „Ein im Verfahren eingeholtes Schallschutzgutachten kommt leider zu dem Ergebnis, dass die rechtlichen Lärmschutzanforderungen für diesen Neubau am geplanten Standort nicht erfüllt werden können.“ Zwar hätte man für den Bau umfangreiche Schallschutzmaßnahmen eingeplant, doch die seien passiver Art — ein aktiver Schallschutz stehe „in keinem wirtschaftlichen Verhältnis“ zur geplanten Nutzung.

Warum wären dann insgesamt 200 Asylbewerber vom Autobahnlärm bedroht, die bisherigen 85 bis zu 100 aber nicht? „Da greift der Bestandsschutz“, sagte den LN Gernot Schramm, Pressesprecher des Kreises.

Während die alte Unterkunft nun einmal seit vielen Jahren bestehe, würde für einen Neubau das aktuelle, neue Planungsrecht voll greifen.

Auch die Aufstellung von Wohncontainern, so Landrat Schröder vor dem Hauptausschuss, sei keine Alternative, da auch für solche Container der Lärmschutz gelte. Nun müsse der Kreis eben weitersuchen, um die weiterhin nötigen 100 zusätzlichen Plätze für Flüchtlinge vorhalten zu können.

In diesen Tagen sind übrigens die ersten Asylbewerber wieder in Schackendorf eingezogen, nachdem die Unterkunft für Monate wegen der Komplettsanierung geschlossen war. Offiziell eingeweiht wird das sanierte Haus am Freitag, 4. März.

Die komplette Renovierung der Asylbewerberunterkunft hat nicht ganz zwei Millionen Euro gekostet. Da große Teile des Hauses noch aus den 50er Jahren stammen, mussten für die Funktionstüchtigkeit einige Innenwände versetzt werden. Auch in Brandschutzmaßnahmen wurde investiert, außerdem wurden Leitungen, Bäder und Küchen erneuert. Weil die Unterkunft ohnehin neu eingedeckt werden musste, nutzte man das für mehr Wohnfläche durch zusätzliche Dachgauben.

Lothar Hermann Kullack

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