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Forschungsinstitut öffnete seine Labore

Borstel Forschungsinstitut öffnete seine Labore

Tag der offenen Tür in Borstel zum Weltasthmatag: Besucher erhielten Einblick in alle Bereiche des Zentrums.

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Bei einem Lungenfunktionstest lässt sich Heinz Werner Frerich von Sandrine Seidlitz Anweisungen geben.

Quelle: Fotos: Petra Dreu

Borstel. Was wird eigentlich im Forschungsinstitut Borstel erforscht? Selbst die meisten Borsteler zucken bei der Frage die Achseln, allenfalls erinnert sich jemand an die Erforschung der Tuberkulose. Dass in den vielen Laboren des Instituts jedoch noch viel mehr passiert, wissen nur wenige. Den Weltasthmatag am Dienstag nahm das Forschungsinstitut, das 2003 aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Leibniz-Gemeinschaft den Zusatz „Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften“ erhielt, zum Anlass, über sich, seine Arbeit und den Klinikbereich auf dem gleichen Gelände zu informieren.

LN-Bild

Tag der offenen Tür in Borstel zum Weltasthmatag — Besucher erhielten Einblick in alle Bereiche des Zentrums.

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Institut hält 18 Patente

Im vergangenen Jahr erhielt das Forschungsinstitut einen Grundetat von 20,34 Millionen Euro. Dazu kamen 6,8 Millionen Euro wissenschaftliche Drittmittel. Das Institut hält aktuell 18 Patente sowie eine Reihe von Kooperations- und Lizenzverträge. pd

Bereits seit 1947 gibt es die Medizinische Klinik als Teil des Forschungszentrums Borstel. Sie hat eine Fachabteilung der Inneren Medizin und ist auf Pneumologie, Infektiologie, Allergologie, Intensivmedizin, Schlafmedizin und Umweltmedizin spezialisiert. Auf zwei allgemeinen Bettenstationen kann sie 90 Patienten aufnehmen. Zehn Einzelzimmer stehen zur Isolationsbehandlung bei infektiösen Erkrankungen zur Verfügung. Es gibt eine Intensivstation und ein Schlaflabor mit acht Messplätzen. Ein klinisch-chemisches Labor, eine Pathologie zur Gewebsdiagnostik, eine spezielle Erregerdiagnostik für Tuberkulosebakterien, eine physikalische Therapie und eine spezielle Diätküche runden das Angebot der Fachklinik ab.

Die mehr als 50 Labore des Forschungsinstitut dagegen sind in drei Gebäudekomplexen untergebracht. Die Erforschung der acht wichtigsten Lungenkankheiten von Asthma und Allergien über COPD und Mukoviszidose bis hin zu Lungenkrebs und Lungenhochdruck haben sich die Forscherteams auf die Agenda geschrieben, die ihren Kollegen auf internationaler Ebene in nichts nachstehen. So ist das Team von Professor Heinz Fehrenbach vom Leibniz-Zentrum Borstel dabei, einen speziellen Test zu entwickeln, mit dem ein Atemnot-Anfall 24 Stunden im Voraus vorhergesagt werden kann. Biochemische Immunbiologie ist wie die experimentelle Pneumologie ein weiterer Schwerpunkt.

Hinter dem Herrenhaus hatten Klinik und Institut Pavillons aufgebaut, in denen sich der Deutsche Bund für Asthma und Allergie präsentierte, und auch das von der einstigen Bildungsministerin Annette Schavan ins Leben gerufene Deutsche Zentrum für Lungenforschung informierte über sich und seine Arbeit.

Zwei Führungen hatte das Forschungsinstitut angeboten, von denen die Besucher regen Gebrauch machten. Sie bekamen nicht nur einen Einblick in den Klinikalltag und die modernsten Diagnostikgeräte, sie durften auch in die Labore des Forschungsinstituts blicken. Im „Fuschlabor“ (Forschung und Schule), in dem angehende Biolaboranten ausgebildet und die Schüler kooperierender Schulen forschen können, durften auch die Gäste einen Blick durch das Mikroskop auf eine Kaninchenlunge werfen. Sogar eine Lunge und ein Herz vom Schwein hatte Professorin Susanne Krauss-Etschmann organisiert. Sie erläuterte den Gästen dazu am Computer das Zusammenspiel beider Organe.

Von Petra Dreu

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