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Segeberg Fraktionen suchen gemeinsam nach einem Bürgermeister
Lokales Segeberg Fraktionen suchen gemeinsam nach einem Bürgermeister
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23:24 23.10.2013
Elisabeth von Bressensdorf mit Bürgervorsteher Uwe Schmidt (beide CDU) führt die Amtsgeschäfte seit März 2012 für 36 Euro am Tag. Quelle: Fotos: Fuchs
Henstedt-Ulzburg

Ohne große Aussprache haben die Kommunalpolitiker Henstedt-Ulzburgs am Dienstagabend einstimmig den weiteren Zeitplan für die Bürgermeisterwahl am 16. März 2014 festgelegt. Das Kapitel Torsten Thormählen, der im März 2012 beurlaubt wurde und mit dem Bürgerentscheid vom 22. September abgewählt und seines Amtes enthoben ist, sollte möglichst geräuschlos abgeschlossen werden.

Die fünf Fraktionen im Rat wollen sich jetzt auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen. Der Ältestenrat, bestehend aus dem Bürgervorsteher, der amtierenden Bürgermeisterin und den fünf Fraktionschefs, trifft sich am kommenden Dienstag zu ersten Beratung. „Wir brauchen nicht wieder einen Schwiegermutter-Typ, sondern jemanden, der fachlich qualifiziert ist und über Führungs- und Verwaltungserfahrung verfügt“, brachte es WHU-Fraktionsvorsitzende Karin Honerlah auf den Punkt.

Und Elisabeth von Bressensdorf (CDU), die seit März 2012 die Verwaltung ehrenamtlich leitet, bestätigte: „Wir streben einen gemeinsamen Kandidaten mit allen Fraktionen an. Dieser sollte ein geübter Verwaltungsfachmann sein. Es kann sich heute ja Hinz und Kunz bewerben.“ Damit meinte die CDU-Politikerin das mehrfach geänderte Anforderungsprofil in der schleswig-holsteinischen Gemeindeordnung.

Danach muss der Bewerber nicht mehr über die geeignete Sachkunde verfügen, einziges Kriterium ist jetzt ein Alter zwischen 27 und 60 Jahre.

So haben die Parteien und Wählergruppen — die allein vorschlagsberechtigt sind — weitgehend freie Hand bei der Kandidatenfindung, stellte der Büroleitende Beamte Jens Richter die Rechtslage dar. Die Gemeindevertretung entscheidet, ob und wie sie auf diesen vakanten Führungsjob im Rathaus aufmerksam macht und ob sie die Kandidaten der Öffentlichkeit vorstellt. Ein Gemeindewahlausschuss soll den avisierten Wahltag, 16. März 2014, formal festlegen. Eine mögliche Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen, falls keiner im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erhält, ist für den 6. April vorgesehen. Auch wenn es nicht mehr vorgeschrieben sei, wolle die Gemeinde in mehreren regionalen Tages- und Wochenzeitungen sowie im Amtsblatt auf die freie Stelle des „hauptamtlichen Bürgermeisters der Besoldungsgruppe B3“ (etwa 100 000 Euro brutto im Jahr) hinweisen, erläuterte Richter. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Auf der Homepage der Gemeinde (www.henstedt-ulzburg.de) soll dies unmittelbar nach der Sitzung des Gemeindewahlausschusses am 4. November geschehen. „Das werden wir so früh wie möglich machen.“

Bis zum 27. Januar könnten dann Wahlvorschläge eingehen. Unabhängige Kandidaten, die von keiner Partei oder Wählergemeinschaft vorgeschlagen werden, brauchen 155 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern. Karin Honerlah könnte sich durchaus eine Frau an der Spitze der Verwaltung vorstellen. „Eine Frau würde sich mit Sicherheit nicht in die existierenden Netzwerke einbinden lassen“, sagte sie. Mit Bürgermeisterinnen hat der Nachbarkreis Pinneberg ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Sieben der elf hauptamtlichen Verwaltungschefs sind dort inzwischen weiblich.

Burkhard Fuchs

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