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Segeberg Wenn der innere Klaus Kinski herausbricht
Lokales Segeberg Wenn der innere Klaus Kinski herausbricht
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19:19 15.03.2019
Dieser Schalk stößt vor den Kopf: Frank Fischer beschwert sich auch gerne mal im Hotel über einen kaputten Föhn im Zimmer. Quelle: Glombik
Bad Segeberg

Comedian Frank Fischer hätte nach den Zugaben eigentlich eigenhändig den Vorhang auf der Bühne zuziehen können. Denn jetzt ist Schluss mit lustig in der Aula der Dahlmannschule. Organisator Wolfram Schmidt hat – wie berichtet – nach dem zehnjährigen Jubiläum der beliebten Reihe „K 1,5 – Kultur überm Markt“ das Handtuch geworfen. Die Reihe wird dort nicht mehr als Schulveranstaltung geführt. Entschieden worden sei das auch „nach Aktenlage“, erfuhren die LN.

Ob es dafür später an einem anderen Ort, mit einem anderen Format eine Fortsetzung für die Kleinkunstbühne geben könnte, ließ Wolfram Schmidt offen. Seine kurze Einleitung musste er vor 64 Zuschauern vom Zettel ablesen. So angefasst war der Lehrer. Er bedankte sich noch bei Tammo Schmidt, der über Jahre die Technik für die Vorstellung geregelt hatte. Schüler aus dem Abi-Jahrgang verkauften Brezel und Getränke. Frank Fischer lieferte einen würdigen, herzerfrischenden Abschluss für die letzte Vorstellung der Kulturreihe.

Es sind Fischers Tipps fürs Leben, wie man Leute vor den Kopf stößt, die so viel Spaß machen. Geben Sie sich einen Ruck, sprechen Sie den Verkäufer im Media-Markt an: „Kann ich Ihnen helfen?“ – „Gehen Sie zum Mercedeshändler, fragen Sie ihn nach einem neuen Opel Astra.“ Herrlich komisch sind die Zug-Geschichten des vielgereisten Künstlers. Als ihn im Zugabteil jüngst jemand mit Vorurteilen gegen Flüchtlinge (arbeitsscheu, lernen nicht deutsch) volltextete, „outete“ sich Fischer flugs als geflüchteten Syrer, der nach zwei Jahren perfekt deutsch spricht und jetzt im Vorstand von Siemens arbeitet. Der Mann sei daraufhin aus dem Abteil geflüchtet.

Fischer imitiert die schönsten Durchsagen der Zugbegleiter, erzählt von traumatischen Erlebnissen reisender Landfrauen, die hart gekochte Eier pellen, die nach Senfgas stinken. Auch demonstriert er, wie ihn an der Supermarktkasse die Frage nach Treue-Punkten zum Klaus Kinski werden ließ. „Sie müssen auch mal ihrem inneren Klaus Kinski eine Chance geben“, empfahl er. Vielleicht hätten das einige Zuschauer angesichts des Endes von K 1,5 auch gerne getan. . .

Wolfgang Glombik

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