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Segeberg Frau (73) um 12000 Euro betrogen
Lokales Segeberg Frau (73) um 12000 Euro betrogen
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21:24 29.09.2016
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Bad Segeberg

Telefonbetrüger haben von einer 73 Jahre alten Frau aus einem Dorf bei Bad Bramstedt 12 000 Euro ergaunert. Wie Peggy Bandelin, Sprecherin der Polizeidirektion in Bad Segeberg gestern mitteilte, hätten sich die Anrufer als Polizeibeamte ausgegeben. Eine Masche, die in den vergangenen Wochen schon mehrmals im Kreis aufgefallen war.

Im aktuellen Fall sei der Rentnerin von dem falschen Polizisten weisgemacht worden, dass eine Verbrecherbande ihr Bankkonto geknackt habe. Falls sie nicht umgehend ihr Geld abhebe, würden „Kriminelle das Konto leerräumen“. Der in Gesprächsführung offenbar sehr versierte Betrüger hatte Erfolg. „Die Frau hat sich von dem Anrufer regelrecht gefangen nehmen lassen“, sagte Bandelin. Sie habe sich bei ihrer Bank daraufhin das Geld auszahlen lassen.

Auf Geheiß des Anrufers habe sie das Geld anschließend an einem Ort in der Nähe ihrer Wohnanschrift hinterlegt. Wie genau die Betrüger das begründet haben, kann die Polizei bislang nicht sagen. Der falsche Polizeibeamte habe der Frau zudem eingeredet, dass die „polizeilichen Ermittlungen“ absolut vertraulich seien und sie auf keinem Fall mit jemanden darüber sprechen dürfe. Gestern wurde die Geschädigte allerdings doch misstrauisch und informierte die Polizei. Das Geld ist jedoch weg.

Ein Fall von Telefonbetrug wurde auch aus Quickborn (Kreis Pinneberg) gemeldet. Bandelin zufolge hätten die Anrufer die gleiche Masche bei einer 83-Jährigen angewandt. Zu einer Geldübergabe sei es jedoch nicht gekommen. Bankangestellte seien misstrauisch geworden und hätten kontobevollmächtigte Angehörige informiert.

Die Polizei weist nachdrücklich darauf hin, am Telefon niemals Fragen zu Vermögensverhältnissen, Passwörtern oder Kontodaten zu beantworten. Weder die Staatsanwaltschaft noch die Polizei würden solche sensiblen Daten am Telefon erfragen. Auch wenn die Nummer im Telefondisplay wie eine Polizeinummer wirkt, muss es noch lange keine sein. Bandelin: „Die Betrüger verfügen über technische Möglichkeiten, eine falsche Telefonnummer im Display des Angerufenen erscheinen zu lassen.“ Im Zweifel sollten sich Angerufene immer Name und Dienststelle des Anrufers notieren, das Gespräch beenden und die örtliche Polizei informieren. ov

LN

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