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Segeberg Frau Pastorin zieht aufs Land
Lokales Segeberg Frau Pastorin zieht aufs Land
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21:18 23.05.2016
Die Feuerwehr Schackendorf war mit einer Abordnung gekommen, um Anja Haustein zu verabschieden, die zur Feuerwehr der von ihr betreuten Gemeinde immer ein besonderes Verhältnis hatte. Quelle: Fotos: Dreu

Am 29. Oktober 2006 war ihr Einführungsgottesdienst, nun wurde Pastorin Anja Haustein am Sonntag in der Marienkirche verabschiedet. Sie will ihr Glück auf dem platten Land in der Nähe ihres Elternhauses suchen. Anja Haustein ist bereits neue Pastorin der Kirchengemeinden Kirchnüchel und Blekendorf (Kreis Plön).

Dr. Kirsten Geißler (r.), Vorsitzende des Kirchengemeinderates, dankte Pastorin Anja Haustein.

Sie hat den Bibelgesprächskreis für Frauen eingeführt, auch die regelmäßigen Kindergartenpredigten und plattdeutsche Gottesdienste gingen auf ihr Konto. „Ich sehe Sie vor mir, wie Sie bei Taufen im Schlamm der Trave gestanden haben, wie Sie die Gottesdienste am Glindenberg gestaltet und Cafégespräche mit russlanddeutschen Familien geführt haben“, sagte Propst Dr. Daniel Havemann bei der Verabschiedung zu Haustein, die er als dicht und liebevoll bei den Menschen kennengelernt habe. „An einem Abend klingelte es bei uns. Unten standen Sie mit einer Kleinigkeit in der Hand, die unsere Tochter Deborah vergessen hatte. Statt anzurufen, haben Sie sich auf das Fahrrad gesetzt und sind losgefahren“, so der Propst an Haustein gewandt.

Einen besonderen Draht hatte die Pastorin zur Schackendorfer Feuerwehr, die mit einer großen Abordnung zur Verabschiedung gekommen war. „Nach Ihrem ersten Gottesdienst in Schackendorf sind Sie zur Feuerwehr gegangen und sind lange bei uns geblieben“, sagte Wehrführer Holger Teegen. Für einen Gottesdienst auf dem Dorfplatz habe sie sich einen Tisch mit einem Kreuz als kleinen Altar gewünscht.

Sie bekam den Tisch und auch das Kreuz, das ihr die Feuerwehr gebaut hat. Acht Meter hoch und vier Meter breit war das Kreuz aus Birkenstämmen. „Es stand noch lange auf dem Dorfplatz und zeigte unsere Freundschaft“, so Holger Teegen, der zum Abschied ein kleineres Kreuz aus Birkenholz mitgebracht hatte, das Anja Haustein noch lange an die Schackendorfer Feuerwehr erinnern soll.

Der Anfang sei nicht leicht gewesen, sagte Dr. Kirsten Geißler, Vorsitzende des Kirchengemeinderates. In zahlreichen Protokollen sei der Kirchengemeinderat durch Anja Haustein mit Denk- und Arbeitsaufträgen bedacht worden. Fehlen würden die plattdeutschen Gottesdienste und ihre Einlagen auf Platt, mit denen sie schon so manche angespannte Situation gerettet habe.

Nach dem Gottesdienst wurde Anja Haustein bei einem kleinen Empfang mit warmen Worten und Abschiedsgeschenken überschüttet. Die Schlange der Wegbegleiter, Konfirmanden und Kirchenmitglieder, die sich verabschieden wollten, war groß. Ihnen gab Anja Haustein plattdeutsche Worte mit auf den Weg: „Gott segen di un hool sien Hannen öwer di. Gott seh di fründli an un wees di gnädig. Gott laat sien Oogen in Leevde op di rohn un geev di Freeden.“

pd

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