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Freibad Wahlstedt: Neue Folie fürs Nichtschwimmerbecken

Wahlstedt Freibad Wahlstedt: Neue Folie fürs Nichtschwimmerbecken

Die rund 450 Kubikmeter Wasser sind abgelassen, die Bodeneinlässe sind freigelegt. Das Nichtschwimmerbecken bekommt nach 30 Jahren eine neue Haut: 1,6 Millimeter dick, 86000 Euro teuer. Knapp die Hälfte (42 Prozent) der Mittel stammen aus der Schwimmsportsstätten-Förderung des Landes.

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Frickelig wird’s rund um die sogenannten Quelltöpfe. Nach erfolgten Kernbohrungen arbeitet Charly Behrendt mit schwerem Gerät.

Quelle: HILTROP

Wahlstedt. Draußen ist es grau, nass, kalt – und dennoch herrscht im Wahlstedter Freibad derzeit ordentlich Betrieb. Statt Wasserratten haben allerdings Handwerker das Bad in Beschlag genommen, es wird saniert. Die rund 450 Kubikmeter Wasser sind abgelassen, die Bodeneinlässe sind freigelegt. Das Nichtschwimmerbecken bekommt eine neue Haut: 1,6 Millimeter dick, 86000 Euro teuer – das Verlegen inbegriffen. Knapp die Hälfte (42 Prozent) der Mittel stammen aus der Schwimmsportsstätten-Förderung des Landes. Fünf Männer hantieren mit speziellen Heißluftföns, Bahnen chlorresistenter Folie, aber auch schwerem Gerät. „Endlich ist das Flickwerk Geschichte. Bis zu 20 Kubikmeter Wasserverlust hatten wir täglich“, so Badbetriebsleiter Herbert Pakulla.

LN-Bild

Nach 30 Jahren wird in die Beschichtung investiert: 86000 Euro.

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Umgerechnet auf die Frisch- und Abwasserkosten ein täglicher Verlust von bis zu 100 Euro.

Anfangs bestand die 1966 eingeweihte Riesenbadewanne aus Beton mit Teerpappe und einem dicken, aufgepinselten Durchlassschutz, Elefantenhaut genannt. 1987 folgte die erste große Sanierung. Beinahe 30 Jahre hat die alte Beschichtung aus Glasfaser also auf dem Buckel. Pakulla: „Das Gewebe war einfach alt und nicht mehr dicht – ein Wunder, dass es überhaupt so lange gehalten hat.“ Etliche Haarrisse sind für die Wasserverluste verantwortlich gewesen. „Die ausfindig zu machen, war nie einfach – nun bekommen wir 100-prozentige Dichtigkeit“, so der Betriebsleiter weiter.

Noch vor Weihnachten wollen Schweißwerkmeister Thomas Tewes und seine Kollegen von der Firma Marco Pareigis aus Stolpe fertig sein. Eine stramme Vorgabe, aber das Wetter macht derzeit gut mit.

„Hauptsache, wir haben keinen starken Dauerregen oder Minustemperaturen.“ Tewes ist seit Jahren im Schwimmbadbau tätig, der erst vor gut einem Jahr zum Lehrberuf geworden ist. Privatpools, öffentliche Bäder – sein Job führt ihn durch die ganze Republik. Derzeit also nach Wahlstedt.

800 Quadratmeter Folie werden verlegt und verschweißt, darunter zum Schutz noch einmal so viel Vliesstoff. Um jede Ecke, jede Falz, jedes Gestänge muss sorgfältig herum verlegt und verschweißt werden. „Das sind etliche Arbeitsschritte. Am Ende sind wir bestimmt 14 Mal ums Becken rum.“ Das wird übrigens wieder blau. Aber um Bahnen zu markieren, wird zugunsten andersfarbiger Flächen auf Linien verzichtet. Im Treppenbereich sowie unter und an der Mündung der Rutsche gebe es griffige Folie in Mosaikoptik. „Das wird hübsch“, so Tewes.

Knackpunkt seien die 60 sogenannten Quelltöpfe, über die das Frischwasser sprudelnd am Boden ins Becken gelangt, während es am oberen Rand über den Ablauf abfließt. Ein Kreislauf, der dafür sorgt, dass das Wasser immer in Bewegung ist. Diese runden Bodeneinläufe dicht zu bekommen, sei nicht einfach. Aber man habe eine Lösung gefunden. Tewes: „Das hier soll ja auch mindestens 20 Jahre halten.“

 Heike Hiltrop

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