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Segeberg Freude über neue Streuobstwiese
Lokales Segeberg Freude über neue Streuobstwiese
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18:23 11.11.2017
Mit Eifer bei der Sache: Die Bäumchen, die auf der Streuobstwiese gepflanzt wurden, bekommen jeweils zwei Paten. Quelle: Foto: Vogt
Stipsdorf

Pädagogin Birte König hatte vor einiger Zeit die Idee, eine solche Wiese auf dem großen Freigelände des Heims anzulegen. Um zum einen etwas für die Natur zu tun, in der dieser bedrohte und wertvolle Lebensraum immer seltener vorkommt, zum anderen, um die Kinder des Heims an die Natur heranzuführen.

Gemeinsam mit Kollegin Juliane Koop wurden deshalb Sponsoren für das Projekt gesucht – und man wurde auch fündig. Die Optikerkette Fielmann stiftete die 15 verschiedenen Bäume alter Obstsorten, die Firma Jorkisch aus Daldorf steuerte Pflöcke und Kaninchendraht gegen Wildverbiss bei und vom Martin-Meiners-Förderverein kam der Kompost, damit die kleinen Bäumchen auch gut anwachsen. Frank Kunde, Geschäftsführer des Wohnprojekts Diele in Högersdorf, brachte zusammen mit seinen Mitarbeitern und einem Bagger die Bäume ins Erdreich, Frank Steiner vom Naturschutzbund Nabu lieferte die Expertise dazu. Ein Projekt für viele Hände.

Die derzeit in dem Heim lebenden 50 Kinder zwischen sechs und 18 Jahren werden während ihrer Zeit zwar nicht mehr in dem Genuss kommen, die Birnen, Pflaumen und Äpfel auch zu ernten. Sie können aber jetzt den Grundstein dafür legen, dass es ihre Nachfolger tun können. „Jeder Baum bekommt zwei Paten“, erklärt Pädagogin König. Die Kinder – oder auch Mitarbeiter des Heimes – sind dafür verantwortlich, dass ihr Patenbaum stets genug Wasser hat, gestutzt wird und es ihm auch sonst an nichts mangelt. Verlassen die Kinder später das Heim, können sie ihre Patenschaft weitervererben.

„Und jeder, der dieses Amt gewissenhaft ausgeführt hat, darf bis zu seinem Lebensende Obst von seinem Baum ernten“, verspricht Juliane Koop den Kindern.

Im Laufe der Zeit soll die Streuobstwiese noch um weitere Bäume und Sorten erweitert werden. Platz auf dem Gelände ist jedenfalls noch genug. Um nicht nur eine Heimat für zahlreiche Vögel, Kleintiere und Insekten zu sein, soll die Wiese demnächst noch um eine offene Holzhütte nebst Feuerstelle erweitert werden. Ein Teil des Holzes dafür liegt schon bereit. Um den Bau fertigzustellen, werden noch Sponsoren gesucht.

ov

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