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Segeberg Freundin brutal geschlagen und vergewaltigt?
Lokales Segeberg Freundin brutal geschlagen und vergewaltigt?
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20:19 26.01.2016

Sie waren einst ein verliebtes Paar, aber die Beziehung endete offenbar mit einer äußerst brutalen Tat, die jetzt vor dem Jugendschöffengericht in Norderstedt ihr Nachspiel findet. Nach Darstellung von Serena B., auf der die staatsanwaltschaftliche Anklage basiert, soll ihr damaliger Freund Arthur C. (22; Namen von Opfer und Angeklagtem geändert) aus Norderstedt sie Ende Juni 2014 brutal geschlagen, gewürgt und gegen ihren Widerstand vergewaltigt haben, wobei sie heftige Schmerzen und starke Blutungen erlitten haben soll.

Der Angeklagte war zur Tatzeit 20 Jahre alt und damit Heranwachsender, weshalb die Sache vor dem Jugendgericht verhandelt wird. Zum Prozessauftakt ließ der Angeklagte durch seinen Verteidiger eine Erklärung verlesen, in der er die Vergewaltigung bestritt.

Er habe mit seiner damaligen Freundin schon länger Schluss machen wollen, so der junge Mann. Ende Juni habe sich das Paar noch einmal getroffen und es sei zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gekommen. Insoweit stimmt die Darstellung mit der des mutmaßlichen Opfers überein.

Während Serena B. in ihren vorprozessualen Vernehmungen davon sprach, der Angeklagte sei dann im weiteren Verlauf des Abends plötzlich extrem brutal geworden und habe sie geschlagen und gewürgt, bestreitet der Angeklagte diese Darstellung. Er behauptet, er habe mit seiner damaligen Freundin am nächsten Morgen Schluss gemacht. Das habe sie nicht akzeptieren wollen. Sie habe ihn über das Handy mit Nachrichten bombardiert und ihn angefleht, die Beziehung fortzusetzen, ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger erklären und stellte die Anzeige und die Anschuldigungen der jungen Frau als Racheakte dar.

Die junge, hübsche Frau mit der langen schwarzen Haarmähne war mit ihren Eltern zum Prozess erschienen. Sie tritt als Nebenklägerin auf und wurde von einer Prozessbetreuerin vor neugierigen Blicken abgeschirmt in den Gerichtssaal geführt. Während der dreistündigen Vernehmung der Zeugin wurde die Öffentlichkeit mit der Begründung ausgeschlossen, dass zu viele intime Details aus dem Leben der jungen Frau erörtert werden würden.

Sowohl der Zeugin als auch ihrer Familie sah man an, wie stark dieses Verfahren sie alle belastet.

Die junge Frau ging etwa 24 Stunden nach dem Vorfall zur Polizei und wurde gynäkologisch untersucht. Obwohl sie von starken Blutungen berichtet hatte, wurden ärztlicherseits keine Verletzungen im Genital- oder Afterbereich festgestellt, was nach Auffassung der anwesenden Gerichtsmedizinerin nichts zu bedeuten haben muss, da Verletzungen in diesem Bereich sehr schnell heilten. Die von Serena B. behaupteten starken Schmerzen und Blutungen seien deshalb nicht auszuschließen, so die Gutachterin, die andererseits betonte, dass in derartigen Fällen, wenn vorher ein einvernehmlicher Geschlechtsverkehr stattgefunden habe, eine anschließende Vergewaltigung schwer nachweisbar sei. Der Prozess wird fortgesetzt.

mka

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