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Segeberg Friedensdenkmal steht vor dem Aus
Lokales Segeberg Friedensdenkmal steht vor dem Aus
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21:18 07.09.2013
War‘s das mit dem Friedenszeichen? Herbert Zeretzke (m.) mit seinem Entwurf sowie Göran Almére und Johanna Lundgren vom Husaren Kronprinzenregiment. *Foto: nam

In ziemlich genau drei Monaten wollen die Bornhöveder gemeinsam mit den Schweden deren 200-jährigen Frieden feiern. Die Pläne für die Festivität sind ambitioniert, ein Arbeitskreis um den Heimatforscher Herbert Zeretzke hatte die Enthüllung eines aufwändigen Friedensdenkmals vorgesehen. Doch dieser Programmpunkt muss nach der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wohl gestrichen werden.

16 000 Euro soll die Realisierung des Entwurfs kosten (wir berichteten). Schon bei einer Vorstellung des Projekts im Juli mit Vertretern des schwedischen Husarentraditionsvereins in Malmö wurde klar, dass die Spendensammlung für das Denkmal stockt. 2500 Euro an Spenden waren damals erst gesammelt und Zeretzke machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung darüber. Damals bat er die Gemeinde um finanzielle Unterstützung, eine Bürgschaft für die Finanzierungslücke. Dazu schwieg Finanzausschussvorsitzender Dr. Arne Albertsen (CDU). Aber auf der Sitzung am Donnerstag wurde er deutlich, als er den Antrag der CDU-Fraktion präsentierte: Man werde sich nicht an einem Friedensdenkmal beteiligen und auch keine Bürgschaft übernehmen. Die Feier werde im Rahmen eines früheren Beschlusses unterstützt, wonach die Gemeinde einen Standort für ein Denkmal auf dem Adolfplatz und maximal 2000 Euro für die Feierlichkeiten zur Verfügung stelle. In Bezug auf dieses Geld betonte Albertsen, dass dieses im Ergebnishaushalt eingestellt sei und damit keine Investitionen getätigt werden dürften. Im Klartext bedeutet das: Das Geld kann nicht für ein Denkmal genutzt werden. Ein herber Dämpfer für Zeretzke. Von der ehemaligen Bürgermeisterin Helga Hauschildt habe er zugesichert bekommen, dass 1000 Euro davon für das Denkmal verwendet werden können.

Mit der Absage der Bornhöveder seien weitere Spendengelder gefährdet, so Zeretzke im LN-Gespräch. Der Kreis Segeberg wollte 20 Prozent der Kosten für das Denkmal übernehmen, jedoch gekoppelt an die Bedingung, dass die Gemeinde Bornhöved die Hälfte der Kosten übernimmt: 8000 Euro. Damit steht Zeretzke fast am Anfang, denn die Gemeindevertretung war sich einig, nicht finanziell einzuspringen.

Auch die WGB hatte einen ähnlichen Antrag eingereicht. „Das Geld ist Wahnsinn“, sagte Bernd Petersdorff.

„Das heißt es gibt kein Denkmal?“, fragte Ulrike Otzen (SPD). Vielleicht gibt es eine kleine Lösung, hieß es in der Runde. Doch davon will Zeretzke nichts wissen. Wenn sein Denkmal nicht am 7.

Dezember enthüllt werden kann, dann eben später, wenn das Geld beisammen sei.

Nadine Materne

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