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Segeberg Fristlose Kündigung für Tierheim-Betreiber
Lokales Segeberg Fristlose Kündigung für Tierheim-Betreiber
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23:24 23.10.2013
Das Tierheim am Kirchweg bietet Platz für etwa zehn Hunde und 35 Katzen, je nach Größe der Tiere. Quelle: Fuchs

Jetzt reicht‘s: Der Zweckverband Fundtiere Segeberg-West hat in dem Streit um das Tierheim Henstedt-Ulzburg und dessen Betreiber einen klaren Beschluss gefasst. Das Gremium beauftragte am Dienstagnachmittag in nichtöffentlicher Sitzung den Verbandsvorsitzenden Hanno Krause, die Verträge mit dem Betreiber fristlos — hilfsweise ordentlich — zu kündigen. Damit zog die Verbandsversammlung einen Strich unter die anhaltenden Querelen zwischen Verband und Tierheimleitung.

Der Streit um das Tierheim und seine Leitung ist nicht von gestern, er geht schon in die Historie. Es soll in den vergangenen Jahren öfter Zoff gegeben haben um Kostenfragen, um die Tierbetreuung und um interne personelle Angelegenheiten. Zwar war der Sitzungssaal am Dienstag brechend voll, doch die, um die es ging, waren nicht dabei: die Doppelspitze Sylvia Rückert und Timo Haupt, Leiterin und Stellvertreter des Tierheimes Westerwohld und gleichzeitig Vorstandsmitglieder des Tierschutzvereins. Dafür waren viele ehemalige Vereinsmitglieder erschienen, die mittlerweile entweder freiwillig ausgeschieden sind oder ausgeschlossen wurden. Darunter auch der Jurist Rainer Maerz aus Henstedt-Ulzburg. Er wurde im August dieses Jahres von der Vereinsmitgliedschaft ausgeschlossen — zusammen mit über 50 anderen Mitgliedern. „Per Einschreiben mit Rückschein“, bemerkte er. Der Grund: Maerz und andere hatten eine außerordentliche Mitgliederversammlung beantragt.

Nach LN-Informationen sollen etliche Vereinsmitglieder über eine fristlose Kündigung der beiden Spitzenleute froh sein. Doch dafür, so Timo Haupt gegenüber dem Radiosender Noah 4, gebe es keine Gründe, es hätten Abmahnungen voraus gehen müssen.

Sollte es nicht auf eine fristgerechte Kündigung zu Ende 2014 hinauslaufen, wolle der Verein vor Gericht gehen.

Die Verbandsmitglieder haben es sich nicht leicht gemacht; rund eine Stunde dauerte ihre Beratung. In diesem Zusammenhang erwähnte Vorsitzender Hanno Krause, dass er sich bei einem unangemeldeten Besuch im Tierheim habe ausweisen müssen und das Betreten des Büros ihm verweigert worden sei.

Gleichwohl rief er zu einem fairen Umgang auf.

Der Zweckverband wurde 2005 von den Städten Norderstedt und Kaltenkirchen, den Kommunen Henstedt-Ulzburg und Ellerau sowie den Ämtern Kaltenkirchen-Land und Kisdorf gegründet. Jeder Partner entsendet je einen Vertreter in den Verband; Vorsitzender ist Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause. Das Einzugsgebiet umfasst rund 140 000 Einwohner. Für 433 000 Euro entstand 2006 ein neues Tierheim.

Ursula Kronlage

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