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Fuchs-Freundschaft mit Old Shatterhand

Großenaspe Fuchs-Freundschaft mit Old Shatterhand

Beim Indianertag im Wildpark Eekholt übernahm Till Demtrøder die Patenschaft für „Fu“ und „Fara“.

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Mit Stechbeitel und Klüpfel entfernen Moritz, Claas und Philipp Rinde vom Totempfahl. Alexander Weise hat die Vorarbeit geleistet.

Großenaspe. Der Wildpark Eekholt verwandelte sich am Sonntag in einen Wildwest-Park. Zum „Indianertag“ hatte sich die Einrichtung einmal mehr die Unterstützung der Kalkberg GmbH gesichert.

LN-Bild

Beim Indianertag im Wildpark Eekholt übernahm Till Demtrøder die Patenschaft für „Fu“ und „Fara“.

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Bereits am Anfang des Weges durch das Eekholter Indianergebiet stehen Rothäute, verteilen Stirnbänder und schminken die kleinen und großen Besucher. So ausgerüstet, beginnt die abenteuerliche Tour durch den Wildpark. Vorbei am Gehege des Seeadlers. Majestätisch hockt er dort und beäugt die Besucher.

Dann lugen erste Tipis aus dem Dickicht. Der Geruch von Lagerfeuer steigt in die Nase. Verschiedene Aktionen laden zum Mitmachen und Spielen ein. Ein Trog ist mit feinem Sand gefüllt. Kinder sieben den fleißig, denn zwischen den feinen Körnern sind kleine „Goldnuggets“ versteckt. Und auch Hufeisenwerfen und über dicke Baumstämme zu balancieren, ohne in die „Schlucht“ darunter zu stürzen, bringt Kindern und ihren Eltern Freude.

Indianerbemalung hat auch Familie Ort aus Rastatt aufgetragen bekommen. Die Vier sind auf Ferien in Dithmarschen. Mutter Tanja hat den Urlaub geplant und im Internet nach Aktivitäten recherchiert. Und da die fünfjährige Klara-Luisa ein absoluter Indianerfan ist – „Sie ist nicht nur zu Fasching als Indianerin unterwegs“ – wurde der Besuch des Wildparks Eekholt auf den Indianertag gelegt. Selig sitzt die Kleine bei Papa Peter auf dem Schoß und schmirgelt den Kopf eines Steckenpferdes. Auch die große Schwester Anna-Maria bastelt an einem. „Wir vergrößern unsere Herde von Steckenpferden um zwei weitere“, sagt Peter Ort schmunzelnd.

Großer Andrang herrscht auch im Bastelzelt von Manuela Rathje. Die Mädchen und Jungen stellen Moosgummistempel, Lederamulette mit typisch nordamerikanischen Figuren und Ketten aus einem ausgehöhlten Zweig, Perlen und Federn her. Charlotte (5) aus Hasenmoor bearbeitet konzentriert den Zweig, die Perlenfarbe hat sie sich schon ausgesucht. Den Arbeitsschritt haben die Zwillinge Mathilde und Amelie aus Todesfelde bereits hinter sich. Mit ihren erst zwei Jahren haben sie allerdings die Eltern die Handarbeit erledigen lassen. Ihre Schwester Helene hat sich für einen Stempel entschieden, stolz zeigen die drei Mädchen ihre Schätze.

Die Pirsch geht weiter, das Fuchsgehege ist in Sicht. „Dort, ein Indianer“, rufen einige Besucher aufgeregt. Fast – denn es ist „Old Shatterhand“, der Blutsbruder von „Winnetou“. Er hockt im Grünen und lockt mit Leberwurst: „Fara“ und „Fu“, die beiden Fuchs-Findelkinder, die seit Juni im Gehege wohnen. Till Demtrøder alias Old Shatterhand hat die Patenschaft für diese beiden Jungfüchse übernommen. So füttert und streichelt er die Tiere, lässt sich fotografieren. Dann muss Old Shatterhand zur Autogrammstunde.

Weiter auf dem Rundkurs. Wölfe, Wildschweine und Marder, auf der Osterauwiese wird Ponyreiten angeboten. Und plötzlich ist ein lautes Klopfen zu hören. Nein, kein Riesenspecht sitzt auf einem Baum und sucht nach Nahrung, Kinder bearbeiten einen großen Baumstamm, einen Totempfahl. Indianerzeichen wie Eidechse, Adler und Schildkröte sind aufgezeichnet. Mit Stechbeitel und Klüpfel entfernen die Kinder nun Holzschichten, sodass die Zeichen plastisch hervorstechen. „Eigentlich wird ein Totempfahl mit einer Kettensäge geschnitzt, doch das ist natürlich keine Arbeit für Kinder“, sagt Alexander Weise, Kinderarzt in Kaltenkirchen und Hobby-Carver. Deshalb habe er das Holz so vorbereitet, dass Kinder mit Stemmeisen und Klüpfel Holzschichten abtragen können.

Weiter führt der Weg durch den Park, der Kolkrabe, ein Totem der Indianer, krächzt, Rothirsche springen über die Wiese oder äsen. Dann kommt die Flugwiese in Sicht. Auch dort wieder eine Menschenansammlung. „Old Shatterhand“ gibt Autogramme. Mit dabei Stephanie Westphal aus Neumünster. Seit 31 Jahren ist sie Karl-May-Fan, jede Autogrammstunde nutzt die 36-Jährige, um eine weitere Unterschrift zu ergattern. 23 Mal hat sie „Der Schatz im Silbersee“ bereits gesehen. Wie oft es geregnet hat, kann sie nicht sagen, sie hat irgendwann aufgehört zu zählen. Vielleicht hat sie am kommenden Wochenende mehr Glück, dann ist sie wieder am Kalkberg und gönnt sich den Besuch der Indianerspiele als Geburtstagsgeschenk.

Steinzeit und Rothirsche

Der Eekholter Wildpark ist gegenwärtig täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Diverse Rundwege laden zum Wandern durch den Park ein. Neben Tierfütterungen gibt es bei gutem Wetter mehrere Greifvogel-Flugvorführungen am Tag zu sehen. Außerdem wird montags bis freitags ab 14 Uhr bis zum 2. September ein Ferienprogramm unter dem Motto „spielende Otter, stolze Adler und faszinierende Wölfe“ angeboten. Am 28. August können Besucher ab 11 Uhr mit Rothirschen die Steinzeit wiederentdecken. Wie und wofür wurden Schaufel, Fell und Knochen verwendet?

Kinder (vier bis 16 Jahre) zahlen 7,50 Euro, Erwachsene 9,50 Euro. Ebenso gibt es ermäßigte Karten (8,50 Euro), Familien-Tageskarten (29,50 Euro) sowie diverse Jahreskarten. sd

Silvie Domann

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