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Für 1,3 Millionen: Von der Schule zum Bürgertreffpunkt

Rickling Für 1,3 Millionen: Von der Schule zum Bürgertreffpunkt

Die Pläne zum Umbau der alten Schule Rickling liegen vor – Gemeinde setzt auf EU-Förderung, dann könnte 2019 Einweihung gefeiert werden.

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Pläne zur alten Schule liegen vor, es werden weiter Ideen gesammelt: Majo Schier schlägt Jugendprojekte vor, um den Markttreff zu beleben.

Quelle: Fotos: Hiltrop (3)

Rickling. Ein barrierefreier Markttreff mit vielen Angeboten für die Bürger aller Altersgruppen, ein Sozial- und Kulturzentrum, das gleichzeitig Service- und Anlaufstelle ist: Das soll nach den am Mittwoch präsentierten Plänen aus der alten Schule Rickling werden. 1,35 Millionen Euro müssen zur Realisierung des Projekts investiert werden. Nun hofft die Gemeinde auf einen kräftigen Förderzuschuss aus einem EU-Topf für die Entwicklung ländlicher Räume. Die Entscheidung fällt im April in Kiel.

LN-Bild

Die Pläne zum Umbau der alten Schule Rickling liegen vor – Gemeinde setzt auf EU-Förderung, dann könnte 2019 Einweihung gefeiert werden.

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Schon äußerlich wird sich der markante Backsteinbau von 1913 verändern. So sehen die Pläne vom Architekturbüro Willem Hain (Neumünster) vor, den Haupteingang mit großzügigem Portal und Rampe für die Barrierefreiheit an die Frontpartie zu verlegen. Daneben soll eine Terrasse entstehen. Ein Anbau hinter dem Gebäude beherbergt einen Fahrstuhl, behindertengerechte WCs, eine Teeküche und kleine Abstellräume. Durchbrüche verbinden die Klassenräume in den Etagen, die Dachgeschosswohnung bleibt erhalten.

Herzstück vom „MarktTreff Alte Schule“ soll das Erdgeschoss mit Café, Kiosk, Treffpunkt plus freiem W-Lan, Spielecke und EC-Automat werden. Ein hauptamtlicher „Kümmerer“, der Ansprechpartner und Koordinator für den geplanten lebendigen Dorfmittelpunkt sein soll, hat hier sein Büro. Dienstleister wie eine Druckerei mit Copy-Shop, eine Presseagentur und der ambulante Pflegedienst der Diakonie Altholstein sowie Platz für das kommunale Kino, die Plattdeutsche Bücherei, den Helferkreis Flüchtlinge, Rickel-TV und viele mehr ist vorgesehen. Es werden weitere Ideen gesammelt, die in die Machbarkeitsstudie einfließen, so Eva Müller-Meerbach, die alles bündelt und für die Entwicklung verantwortlich ist.

So kamen auch am Mittwoch bei der Präsentation weitere Vorschläge aus den Reihen der knapp 40 Ricklinger, die sich eingefunden hatten dazu. Majo Schier mahnte beispielsweise an, dass die Jugend nicht zu kurz kommen dürfe. „Es hat mich überrascht und ich finde es sehr schade, dass keine jüngeren Leute heute hier sind“, bedauerte er mit Blick auf die Schar Alteingesessener aus der Gemeinde. Man habe die Jugend zwar mit der Veranstaltung nicht erreicht, vergessen werde sie aber nicht, erwiderte Eva Müller-Meerbach, nachdem sie die detailliert berechneten Kosten für das Projekt präsentierte:

1,35 Millionen Euro.

Für diese stattliche Summe gib es ein komplett saniertes, barrierefreies Gebäude mit 850 Quadratmeter Nutz-, 100 Quadratmeter Wohnfläche und den nötigen Außenanlagen. Die Folgekosten (Gewerbeeinnahmen und anderes schon abgezogen) sind dabei mit voraussichtlich jährlich 42 000 Euro veranschlagt. Was fehlt, ist der Zuschlag für die zur Umsetzung dringend erforderlichen Fördermittel. Punkte dafür habe das Projekt genug zusammen, geforderte Kooperationen seien geschlossen und es binde nachhaltig ehrenamtliches Engagement ein, so Müller-Meerbach. Wenn die Gemeinde im Februar den Plänen so zustimmt, könne die Förderung als „ILE-Leitprojekt“ beim Land eingereicht werden. 750000 Euro oder 75 Prozent der förderfähigen Bruttokosten wären möglich. Ende April trifft das Land die Auswahl. Der weitere Fahrplan sieht bei einem Zuschlag die vorbereitende Planung und Ausschreibung ab Mai vor. Der Baubeginn könnte 2018 , die Fertigstellung 2019 erfolgen.

Doch zunächst wird in Rickling auf das Go und die EU-Mittel gesetzt. „Wie hoch die Chancen einer Förderung sind, weiß niemand. Ich weiß auch nicht, wie viele Projekte es im Land noch gibt. Wir setzen mit dem Antrag alles auf diese eine Karte“, so Müller-Meerbach. Man müsse die Chance jetzt nutzen, wenn es nicht klappt, könne man immer noch weitersehen. „Ohne Förderung kann die Gemeinde das nicht leisten“, unterstrich Bürgermeister Christian Thomann.

Heike Hiltrop

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