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Für die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ entschieden

Bad Segeberg Für die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ entschieden

Bei der zentralen Einschreibungsfeier der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein sind jetzt die neuen Azubis feierlich ins regionale Handwerk aufgenommen worden. In dem Bezirk sind nach Angaben der Kammer aktuell 775 neue Lehrverträge abgeschlossen worden, weniger als 2016.

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Wie bei Olympia: Die jungen Frauen und Männer der verschiedenen Gewerke – hier die Elektroinnung – ziehen zur Einschreibungsfeier in die Kreissporthalle ein. Das Handwerk kann sich in diesem Jahr auf 775 neue Lehrlinge freuen.

Quelle: Fotos: Hfr

Bad Segeberg. Es ist eine lange, gute Tradition, dass sich die neuen Auszubildenden in  das Goldene Buch der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein eintragen – und auf diese Weise feierlich im Beisein ihrer Familien, Freunde und der Obermeister der Innungen ins regionale Handwerk aufgenommen werden. In Mittelholstein, zu dem der Kreis Segeberg und die Stadt Neumünster gehören, wurden nach Angaben der Handwerkerschaft aktuell 775 neue Lehrverträge abgeschlossen – im Vorjahr sind es 834 gewesen.

LN-Bild

Bei der zentralen Einschreibungsfeier der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein sind jetzt die neuen Azubis feierlich ins regionale Handwerk aufgenommen worden. In dem Bezirk sind nach Angaben der Kammer aktuell 775 neue Lehrverträge abgeschlossen worden, weniger als 2016.

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„Sie haben den Schritt in eine handwerkliche Lehre gewagt. Dazu kann ich nur sagen: alles richtig gemacht“, sagte Kreishandwerksmeister Michael Kahl in der Kreissporthalle in Bad Segeberg. Für deren Lehrzeit gab er ihnen eine „selbstbewusste Haltung“ mit auf den Weg – und sprach auch direkt den in allen Innungen herrschenden Fachkräftemangel an. Viele Betriebe könnten vorhandene Aufträge oft nicht abarbeiten beziehungsweise künftige gar nicht erst annehmen. Die Azubis von heute seien deshalb gefragt wie nie, betonte Kahl. Das Handwerk bilde nach wie vor einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Deutschland. Die Zukunft der Lehrlinge sei sicher: „Mit einer handwerklichen Lehre werden Sie überall auf der Welt Arbeit finden“, sagte Kahl. Schließlich genieße das deutsche duale Ausbildungssystem einen hervorragenden Ruf. Zugleich forderte der Kreishandwerkermeister dazu auf, lernbereit, wissbegierig und auch kritikfähig zu sein: „Weltverbesserer wird man nicht über Nacht, man muss drei Jahre lernen.“

Von der „Qual der Wahl“ sprach Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck. Manche Entscheidungen im Leben seien nicht immer einfach. Er freute sich, dass die jungen Auszubildenden sich bei der Entscheidung, wie es nach der Schule weitergehe, sich für die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ entschieden hätten. In diesem Jahr seien im gesamten Kammerbezirk und auch landesweit sogar mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen worden, unterstrich Stapelfeldt: In ganz Schleswig-Holstein sei hier ein Plus von 192 Verträgen zu verzeichnen, insgesamt seien es 6425 neue Ausbildungsverträge. Im Handwerk könnten die jungen Menschen ihre Fähigkeiten entdecken, ausbauen und perfektionieren. „Sicherlich wird es gute und auch schlechte Tage in der Lehre geben.“ Doch der Präsident forderte die Azubis auf, „hartnäckig am Ball“ zu bleiben.

Im unterhaltsamen Teil des Abends nahm „Maurer Marten“ die Gewohnheiten der Handwerker aufs Korn – beispielsweise, die Hände in den Taschen zu haben und zurückgelehnt „tiefenentspannt“ zu wirken. Die Musikband „Mountain Soul Unit“ der Kirchengemeinde Bad Segeberg sorgte für die musikalische Untermalung.

LN

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