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Segeberg Fußgängerampel am Alten Bahnhof: 70 „Klicks“ pro Tag
Lokales Segeberg Fußgängerampel am Alten Bahnhof: 70 „Klicks“ pro Tag
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21:18 15.10.2015
Und wieder ein Fußgänger: Die Bedarfsampel, die sich im Probebetrieb befindet, wird offenbar ganz gut angenommen. Quelle: Glombik

Die neue alte Fußgängerampel vor dem Alten Bahnhof in Bad Segeberg macht sich offensichtlich „ganz gut“. In der Karl-May-Saison habe es rund 100 Querungen am Tag gegeben, dabei hätte sich auch kein zusätzlicher Stau auf der Bundesstraße gebildet, berichtet Robin Arne Otten von der städtischen Bauverwaltung auf LN-Nachfrage.

Otten selbst hat sich über Jahre für die Inbetriebnahme eingesetzt — gegen die Meinung der Verkehrsaufsicht des Kreises, die die Stadt zwischenzeitlich sogar angewiesen hatte, die stillgelegten Ampelmasten abzureißen. Doch die Stadt wehrte sich damals erfolgreich.

Um die 70 Mal werde jetzt an „normalen Tagen“ der Anforderungsknopf gedrückt. Otten ist damit zufrieden. Die Kreisverkehrsbehörde habe aber auch selbst Zählungen vorgenommen, weiß Otten.

Rot. Gelb. Grün. Die „Geisterampel“, Schleswig-Holsteins bekannteste Fußgängerampel, war über zehn Jahren stillgelegt und erst im vergangenen Juni wieder angeschaltet worden. Nach jahrelangem Ämter-Hick-Hack mit unzähligen Sitzungen, dem Ministerbesuch von Reinhard Meyer, der die Problem-Ampel gar zur Chefsache erklärt hatte, darf sie nun für ein Jahr zur Probe laufen. Per Zählgerät wird festgestellt, wie oft sie genutzt wird, außerdem wird getestet, ob sie den Verkehr auf der B 206 beeinträchtigt. Die Behörden erhoffen sich im Probebetrieb „belastbare Entscheidungsgrundlagen“.

Die könnte auch Markus Trettin, Wirtschaftsförderer des Zweckverbandes Mittelzentrum, liefern. Er hat sein Büro im Gebäude direkt an der Ampel. „Die wird super frequentiert“, sagte er den LN.

Die „Klickzahlen“ würden ja auch für sich sprechen. Trettin: „Ich sehe da oft auch Mütter mit Kindern ‘rübergehen. Die Ampel wird gut angenommen.“ Seitdem sie wieder installiert worden sei, liefen auch keine Fußgänger mehr „wild über die Fahrbahn“. Die Unfallgefahr sei gebannt. Zumal im Gebäude am Alten Bahnhof nicht nur Wirtschaftsförderung, IHK und ein gut besuchter Kieferorthopäde, sondern inzwischen auch die Beratungsstelle „Frau und Beruf“ untergebracht seien. Die Ampel sei so „genial“ geschaltet, dass kein zusätzlicher Stau entstehe, hat Trettin beobachtet. Die Ampel springe für die Fußgänger erst auf Grün, wenn der Hauptverkehr vorbei sei. Die Autofahrer würden so keine Grünphase verpassen. wgl

LN

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