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Gasauto explodiert: Fahrer tot, zehn Feuerwehrleute verletzt

Rohlstorf Gasauto explodiert: Fahrer tot, zehn Feuerwehrleute verletzt

Nach einem Verkehrsunfall in Margarethenhof bei Rohlstorf explodierte das Fahrzeug, während die Feuerwehrleute den Wagen bergen wollten. Der 53-jährige Fahrer kam dabei ums Leben, zehn Feuerwehrmänner wurden verletzt.

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Das Auto nach der Explosion.

Quelle: Glombik

Rohlstorf . Tragödie auf der Landstraße: Nach einem Unfall ist gestern Morgen zwischen Rohlstorf und Margarethenhof im Kreis Segeberg ein gasbetriebenes Auto explodiert. Der 53 Jahre alte Fahrer starb, zehn Feuerwehrleute wurden verletzt, fünf von ihnen schwer. Die Retter hatten keine Chance zu erkennen, in welche Gefahr sie sich begaben.

Bei einem Verkehrsunfall in Margarethenhof bei Rohlstorf explodierte ein Gasauto.

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Nach Angaben der Polizei in Bad Segeberg war kurz nach 8 Uhr ein Ford Focus auf der Kreisstraße 56 gegen einen Baum geprallt. „Als unsere Kräfte eintrafen, stand das Fahrzeug bereits in Flammen“, sagte Gabriele Turtun, Sprecherin des Kreisfeuerwehrverbandes in Bad Segeberg. In dem Moment, als die Männer der Freiwilligen Wehren aus Rohlstorf und Krems II die Löscharbeiten einleiten wollten, explodierte das Auto plötzlich in einem gewaltigen Feuerball.

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Wahrscheinlich habe der Fahrer zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gelebt, sei bereits infolge des Unfalls ums Leben gekommen, hieß es. Die Feuerwehrmänner erlitten bei der Explosion jedoch zum Teil schwere Verbrennungen. Mehrere Rettungswagen eilten zur Unglücksstelle. Einige Verletzte mussten mit Hubschraubern in Spezialkliniken gebracht werden. Auch wenn es zunächst für viele kritisch aussah, schwebe keiner der Männer mehr in Lebensgefahr, sagte Ralf Thomsen, stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes, den LN. Notfallseelsorger und Psychologen hätten sich um die Einsatzkräfte und ihre Angehörigen gekümmert.

„Es war nur Glück, dass sie sich während der Explosion nicht unmittelbar am Auto aufhielten, sondern noch an ihrem Feuerwehrfahrzeug“, so Thomsen. Andernfalls hätte das Unglück auch für die Retter tödlich ausgehen können. Ein Liter Autogas entfalte die gleiche Sprengwirkung wie ein halbes Kilogramm TNT.

Bernd Küppersbusch, Staatssekretär im Innenministerium, sprach den Helfern sein Mitgefühl aus: „Es ist tragisch, dass sie mit Ihrer Hilfsbereitschaft bei einem Verkehrsunfall selbst Opfer der Folgen dieser schrecklichen Gasexplosion wurden. Ich fühle mit den Kameraden und mit ihren Familien.“

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern derweil an. Warum der 53-jährige Fahrer von der Fahrbahn abgekommen war, sei gegenwärtig unklar, sagte Polizeisprecherin Sabine Zurlo in Bad Segeberg. Mit einem Hubschrauber der Bundespolizei wurde in der Umgebung der Unfallstelle nach einem möglichen Zeugen des Unfalls gesucht. Es handelt sich um einen 40- bis 50-jährigen dunkelhaarigen Mann, der sich in Unfallnähe aufgehalten haben soll.

Die Feuerwehrleute hatten offenbar keine Möglichkeit, bei den Löscharbeiten die Gefahr zu erkennen. „Gasbetriebene Autos sind von außen nicht von anderen zu unterscheiden“, erklärt Thomsen. Der Feuerwehrverband will sich jetzt für eine Kennzeichnungspflicht stark machen. Einen derartigen Unfall habe es in Deutschland bislang noch nicht gegeben.
Kreiswehrführer Rolf Gloyer teilte den LN gestern Abend mit, dass die Feuerwehrmänner wohl keine bleibenden Schäden durch innere Verletzungen davontragen würden. Die Atemwege seien durch die Stichflamme nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

Von Oliver Vogt und Wolfgang Glombik

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