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Segeberg Gasthof am See: Haupthaus ist bezugsfertig
Lokales Segeberg Gasthof am See: Haupthaus ist bezugsfertig
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21:45 28.09.2016
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Schackendorf/Warder

Ein Jahr ist es her, als sich Massen von Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und nordafrikanischen Ländern auf den Weg gemacht hatten, um eine Bleibe in Europa zu finden. Ämter und Gemeinden ächzten unter der Last, Wohnraum für ganze Familien bereitzustellen, die mit blauen Säcken als Gepäck aus den Erstaufnahmeeinrichtungen Boostedt und Neumünster in den Kreis Segeberg gebracht worden waren.

Rudi Beeth (SPD), Vorsitzender des Sozialausschusses.

Um die Kommunen zu unterstützen, kaufte der Kreis schließlich den Gasthof am See in Warder, der immerhin 80 Asylbewerbern Platz bieten soll. 1,4 Millionen Euro kostete das Gebäude damals. Erst am 26.

April 2016 konnten dort die ersten Flüchtlinge einziehen. Derzeit leben nur 19 Personen im Gasthof. Die ebenfalls kreiseigene Unterkunft „Waidmannsheil“ in Schackendorf ist ebenfalls nicht ausgelastet. Im Gegensatz zu Warder ist diese Einrichtung aber vom Land anerkannt, sodass der Kreis 70 Prozent der Kosten vom Land erstattet bekommt. Das Verfahren für die Anerkennung Warders ist bislang noch nicht abgeschlossen.

Fast abgeschlossen ist aber die Ausschreibung über einen möglichen Betreiber beider Asylbewerberunterkünfte. Den Rückgang der Flüchtlingszahlen und die Ausschreibung nahmen Mitglieder des Kreis-Sozialausschusses zum Anlass, den Kreis mit der Prüfung zu beauftragen, ob es nicht sinnvoller ist, die Einrichtung in Warder erst einmal ruhen zu lassen, zumal eine Kostenübernahmeregelung noch nicht abgeschlossen ist.

Heute steht die Ausschreibung der Flüchtlingsunterkünfte erneut auf der Tagesordnung des Sozialausschusses. Dass der Betrieb des ehemaligen Gasthofes am See ausgesetzt werden könnte, kommt für die Verwaltung allerdings nicht in Betracht. „Inzwischen ist das Haupthaus fertig und kann belegt werden. Warder brauchen wir weiterhin, um dort Frauen und Kinder unterbringen zu können, die einen besonderen Schutz bedürfen“, sagte Fachdienstleiterin Elke Andrasch.

Den Ausführungen der Verwaltung will in der Ausschusssitzung auch die SPD-Fraktion mittragen, die zuvor die vorübergehende Schließung der Unterkunft in Warder ins Spiel gebracht hatte: „Die Gemeinden haben immer noch gut zu tun, Wohnraum zu finden. Um sie zu entlasten, werden wir die Planung des Kreises mittragen“, sagte der Ausschussvorsitzende Rudolf Beeth (SPD). Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Kreistagssitzungssaal.

pd

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