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Segeberg Gedenken an die Opfer von Kriegen und Gewalt
Lokales Segeberg Gedenken an die Opfer von Kriegen und Gewalt
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12:18 15.11.2016
Ehrenwache der Freiwilligen Wehr Fehrenbötel hier wurde der Volkstrauertag ausschließlich von ihnen (mit Bürgermeister und Pastor) begangen. FOTOS: HIL

Volkstrauertag: Die Bilder ähnelten sich am vergangenen Sonntag. Überall im Land trafen sich Mitglieder von Schützenvereinen, Feuerwehren und Vertreter von Politik und Verwaltungsspitzen an den Ehrenmälern. Das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt wird mit Kranzniederlegungen und Ansprachen einmal im Jahr wachgerufen. Für Wahlstedts Stadtvertreter, aber auch die in Bad Segeberg und anderswo ein Pflichttermin. Ganz normale Bürger bleiben der Veranstaltung meistens fern. Er ist nicht einmal Thema in der Öffentlichkeit. Das ist, zumindest in Rickling, seit dem vergangenen Sonntag anders. Während im Dörfchen Fehrenbötel, das zur Gemeinde gehört, sich die dortige Ortswehr mit ihrer traditionellen Ehrenwache und der anschließenden Kranzniederlegung versammelt hatte, fehlte die Ricklinger Ortswehr ein Dorf weiter geschlossen. Von Vielen war das überrascht registriert worden.

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Ehrenwache der Freiwilligen Wehr Fehrenbötel hier wurde der Volkstrauertag ausschließlich von ihnen (mit Bürgermeister und Pastor) begangen. FOTOS: HIL

Gegen das Vergessen

Als Gedenktag gibt es den Volkstrauertag seit 1919. Erstmals bundesweite wurde er im März 1925 abgehalten. Im Dritten Reich hieß er Heldengedenktag. 1952 wurde er darum in den November verlegt.

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Mehr Beachtung, eine zeitgemäße Wahrnehmung, das war das erklärte Ziel einer Arbeitsgruppe in Rickling um Diakon Hartmut Kühl. Bürgermeister Christian Thomann (ABR) und andere befürworteten den Plan der drei Veranstaltungen zum Thema: Da waren der Film und die Ausstellung um Johann Georg Elser, dessen Attentat auf Adolf Hitler am 8. November 1939 in München scheiterte. Es folgte ein Vortrag des Historikers Dr. Harald Jenner zur Rolle des Landesvereins in den Kriegsjahren 1939 bis 1945 und natürlich der Gottesdienst und die Kranzniederlegung, die ebenfalls anders gestaltet wurden als in den Jahren zuvor. So wurde für jede Opfergruppe eine Kerze entzündet.

Schon im Vorweg hatte sich die Feuerwehr dagegen ausgesprochen, ganz auf den traditionellen Rahmen in Uniform zu verzichten, wie es die Arbeitsgruppe vorgeschlagen hatte. Die lenkte jedoch ein, man wolle den Tag zusammen gestalten. Letztlich verzichtete die Freiwillige Feuerwehr Rickling hingegen ganz auf ihre Teilnahme. Äußern wollte sich dazu niemand. Zunächst müsse man darüber im Vorstand sprechen, hieß es.

„Die Wehr konnte da wohl nicht über ihren Schatten springen und hat die Chance in dieser neuen Art nicht gesehen“, bedauert Diakon Hartmut Kühl. Er wertet den etwas anderen Volkstrauertag ansonsten jedoch wie viele andere, die sich eingefunden hatten, als vollen Erfolg: „Der Film und der Vortrag waren sehr gut besucht. Es waren mehr Bürger da, als sonst – es waren viel mehr als je zuvor.“ Im nächsten Jahr wolle man einen noch größeren Bezug zur Gegenwart. Kühl: „Vielleicht zum Thema Menschenrechte. Dann“, so hofft der Diakon, „ist auch die Feuerwehr wieder dabei.“

 Heike Hiltrop

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