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Segeberg Geflügelpest bei Adler und Graugans
Lokales Segeberg Geflügelpest bei Adler und Graugans
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21:04 24.11.2016
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Bad Segeberg/Seedorf

Wie der Kreis mitteilte, habe das Referenzlabor im Friedrich-Löffler-Institut (FLI) das hochpathogene Influenza–A-Virus der Subtypen H5N8 nachgewiesen. Weiterhin sei ein Wildvogel am Belauer See im Kreis Plön positiv getestet worden.

„Dies bedeutet, dass die Gemeinden Blunk, Bornhöved, Daldorf, Nehms, Tarbek und Tensfeld und Teile der Gemeinde Seedorf, die sich zurzeit schon im Beobachtungsgebiet befinden, künftig zum Sperrbezirk gehören“, so der Kreis in seiner Mitteilung. Dadurch verschmelzen die beiden bestehenden Sperrbezirke rund um Stocksee und um die Stadt Bad Segeberg zu einem großen Sperrbezirk. Die Außengrenzen des bisherigen Beobachtungsgebietes bleiben bestehen. In den Restriktionszonen liegen 634 Geflügelhaltungen, davon 212 im Sperrbezirk.

Der Kreis weist nochmals darauf hin, dass Hunde und Katzen in allen Restriktionszonen (Sperrbezirke und Beobachtungsgebiet) nicht frei umherlaufen dürfen, für Hunde gilt eine Anleinpflicht. Dies diene dem Schutz vor einer Weiterverbreitung des derzeit grassierenden, hochaggressiven Erregers der Geflügelpest, heißt es seitens des Kreises: „Die Geflügelbestände sind derzeit stark gefährdet.

Daher muss jede Maßnahme streng eingehalten werden, durch die das Risiko der Weiterverbreitung des Erregers reduziert werden kann.“ Grundsätzlich könnten bei Verstößen gegen diese Allgemeinverfügungen Bußgelder bis zu 30 000 Euro verhängt werden.

In den vergangenen Tagen seien mehrere Hundert Proben im Vorwege der Schlachtung von Wirtschaftsgeflügel, aber auch bei verendetem Wirtschaftsgeflügel in den Restriktionszonen gezogen worden. Alle Proben wurden mit negativem Ergebnis auf die Subtypen H5 beziehungsweise H8 untersucht worden. Das Kreisveterinäramt bittet dringend zu beachten, dass Höfe, bei denen Verdachtsfälle auftreten, aus Tierseuchenschutzgründen nicht von unbefugten Dritten betreten werden, da Menschen das Virus unter den Vögeln weiterverbreiten könnten.

Das Segeberger Kreisveterinäramt ist zu den üblichen Geschäftszeiten über das Bürgertelefon unter der Nummer 04551/951211 zu erreichen. Außerhalb der Geschäftszeiten kann das Kreisveterinäramt über den Fund toter Vögel über die Rettungsleitstelle (112) informiert werden.

LN

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