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Gelber Sack: Heftige Kritik am neuen Sammler

Bad Segeberg Gelber Sack: Heftige Kritik am neuen Sammler

Ab 2017 ist die Elbe-Containerdienst aus Wedel für die Sammlung der Leichtverpackung in Segeberg zuständig. Nachbarkreis-Kommunen berichten von schlechten Erfahrungen. Die Firma Elbe-Containerdienst weist alle Vorwürfe mit Nachdruck zurück.

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Alle drei Jahre wird die Sammlung der Gelben Säcke vom Dualen System neu ausgeschrieben. Ab 2017 gibt es mit dem Elbe-Containerdienst einen neuen Sammler im Kreis Segeberg.

Quelle: Lutz Roeßler/dreu*

Bad Segeberg. Die 14-tägige Sammlung der Gelben Säcke im Kreis Segeberg wird zum Jahreswechsel die Firma Elbe-Containerdienst GmbH in Wedel übernehmen. Im Kreis Segeberg ist der Entsorger ein bisher unbeschriebenes Blatt. Doch der Ruf des Unternehmens eilt diesem voraus. Und der ist nicht der beste, wie Jens Kretschmer, Chef des Wege-Zweckverbands, kürzlich im Kreis-Umwelt- und Klimaausschuss durchblicken ließ. Insbesondere im Kreis Pinneberg gibt es massive Kritik an dem Entsorger, der dort ebenfalls ab 2017 die Sammlung der Leichtverpackungen übernehmen wird. Die Firma Elbe-Containerdienst weist alle Vorwürfe mit Nachdruck zurück.

LN-Bild

Ab 2017 ist die Elbe-Containerdienst aus Wedel für die Sammlung der Leichtverpackung in Segeberg zuständig – Nachbarkreis-Kommunen berichten von schlechten Erfahrungen.

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Alle drei Jahre wird die Sammlung der Gelben Säcke von den Trägern des Dualen Systems in allen Kreisen neu vergeben. Im Kreis Segeberg ist dafür die Landbell AG zuständig. Für Pinneberg ist es das Recycling Kontor Köln. Bereits kurz nach der Bekanntgabe des Ausschreibungsergebnisses Mitte Juli in Pinneberg erreichten den dortigen Landrat gut ein Dutzend Protestschreiben gegen die Elbe-Container GmbH aus verschiedenen Ämtern und Gemeinden. Denn die Eigentümerfamilie Bötel ist dort über eine weitere Firma mit der gleichen Wedeler Unternehmensadresse für die Altglassammlung zuständig. Und hat dabei offenbar keinen guten Eindruck hinterlassen: Unregelmäßige Entleerung der Behälter und dreckige Containerplätze lauten die immer wiederkehrenden Vorwürfe. Die logistisch umfangreichere Sacksammlung werde der Familie Bötel nicht zugetraut, heißt es etwa vom Bürgermeister aus Wedel. Befürchtet werden zurückgelassene Säcke und viele Beschwerden der Bürger.

Michel Meißner, stellvertretender Geschäftsführer der Elbe-Containerdienst GmbH weist die Kritik zurück: „In Pinneberg haben wir den Auftrag dem kommunalen Entsorger nach zwölf Jahren abgenommen. Da ist natürlich Gegenwind zu erwarten.“ Im Kreis Segeberg werde man den Wechsel gar nicht merken, verspricht Meißner. Alles werde beim Alten bleiben.

Man habe bereits damit begonnen, mit den Ausgabestellen für die Gelben Säcke zu sprechen. Und auch die Fahrer, die die Säcke bisher für die Firma Gollan abgeholt haben, wolle man übernehmen. „Wir erfüllen unseren Auftrag vertragsgerecht“, betont Meißner. Außerdem müsse man schon einige Voraussetzungen erfüllen, um überhaupt einen Auftrag vom Dualen System zu erhalten.

In zwei Wochen hat WZV-Chef Kretschmer ein Treffen mit der Elbe-Containerdienst GmbH und der Landbell AG zwecks Abstimmung vereinbart. Man wolle dem Unternehmen aber auch zeigen, dass man ihm „kritisch auf die Finger schaue“, so Kretschmer. In seiner Funktion unter anderem als Landesgruppenvorsitzender im Verband kommunaler Unternehmen sei ihm einiges über die Firma zugetragen worden.

Nicht nur aus dem Kreis Pinneberg. Aus dem Kreis Steinburg sei dem WZV sogar „Beileid“ ausgesprochen worden, als die Auftragsvergabe an Elbe-Containerdienst bekannt geworden sei. Kretschmer befürchtet – aus Erfahrung –, dass die Bürger im Problemfall beim WZV anrufen und nicht in Wedel. So war es etwa, als dem bisherigen Sammler Gollan die Säcke ausgegangen waren.

Dass es immer wieder zu Missverständnissen kommt, zeigen auch die Beschwerden der Pinneberger an den Landrat – unter anderem auch mit der Bitte, die Auftragsvergabe zu überdenken. Dieser hat hierbei gar keine Befugnis, genauso wenig wie der WZV. „Druck kann nur der Auftraggeber ausüben“, sagt Kretschmer und kündigt an: Sollte es Probleme bei der Sammlung geben, werde man Landbell darüber informieren.

 Nadine Materne und Burkhard Fuchs

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