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Segeberg Geldautomat angebohrt - Einfaufszentrum gesperrt
Lokales Segeberg Geldautomat angebohrt - Einfaufszentrum gesperrt
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17:28 08.08.2017
Vorsorglich wurde der Parkplatz und alle umliegenden Geschäfte evakuiert. Quelle: Wolfram Hammer
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Bereits zum zweiten Mal innerhalb von nur zehn Monaten hatten es Räuber in der Nacht von Montag auf Dienstag auf den Geldautomaten der VR Bank Neumünster im Boostedter Einkaufszentrum an der Neumünsterstraße abgesehen. Vollenden konnten sie die Tat zwar nicht und mussten ihr Vorhaben ohne Beute aufgeben, dennoch rückten Polizei und Feuerwehr mit einem Großaufgebot an, um eine Gefahr für die Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte ausschließen zu können.

Am Dienstagmorgen wurden im Boostedter Einkaufszentrum der Parkplatz und alle umliegenden Geschäfte um einen Geldautomaten gesperrt. 

Nach Angaben der VR Bank war es kurz nach Dienstbeginn um 8 Uhr, als ein Mitarbeiter in Neumünster auf seinem PC eine Störungsmeldung für den Geldautomaten in Boostedt bemerkte. Er fuhr hin, um sich selbst ein Bild von der Störung zu machen und musste dabei feststellen, dass sich jemand an dem Automaten zu schaffen gemacht hatte. Der Automat war offensichtlich angebohrt worden, woraufhin der Bankmitarbeiter gegen 9.30 Uhr die Polizei verständigte.

„In der Vergangenheit sind immer wieder Geldautomaten mit einem explosiven Gasgemisch gesprengt worden“, erläuterte Markus Bitter, Sprecher der Segeberger Polizeidirektion. Da niemand gewusst habe, ob sich in dem kleinen Raum mit dem Geldautomaten noch Gas befand, sei die Feuerwehr Boostedt für entsprechende Messungen angefordert worden.

„Wir wurden um 10.22 Uhr alarmiert“, bestätigte Boostedts Wehrführer Thomas Storm. Außerdem seien der ABC-Zug der Berufsfeuerwehr Neumünster und die Gefahrguterkundung des Amtes Boostedt-Rickling sowie der 2. Zug der Feuerwehr Boostedt und die Führungsgruppe alarmiert worden. „Als wir ankamen, waren die angrenzenden Ladengeschäfte bereits geräumt. Wir haben gemessen, konnten aber kein Gas feststellen“, so der Wehrführer. Nach einer Stunde sei der Einsatz für ihn und rund 30 Feuerwehrleute wieder zu Ende gewesen.

Nicht so für die Mitarbeiter des Landeskriminalamtes in Kiel, die inzwischen die Ermittlungen übernommen haben und auf der Suche nach Zeugen sind.

„Die Täter müssen nachts gestört worden sein“, glaubt Anne Wiatrok, Pressesprecherin der VR Bank, die sich noch gut an den ersten Vorfall an demselben Geldautomaten im November vergangenen Jahres erinnern kann. „Der Schaden war erheblich“, so Wiatrok. Wie lange der Geldautomat im Einkaufszentrum außer Betrieb sein wird, konnte sie noch nicht sagen. Auch wie hoch der Schaden ist, müsse erst noch ermittelt werden.

Das Landeskriminal indes hofft darauf, dass Zeugen in der Nacht von Montag auf Dienstag Beobachtungen gemacht haben könnten, die zur Aufklärung beitragen. Sie werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Petra Dreu

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