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Segeberg Geldautomat in Rickling gesichert
Lokales Segeberg Geldautomat in Rickling gesichert
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20:39 29.09.2016
Mieten oder nicht mieten: Hart wurde in der Gemeinde gerungen, was mit den Räumen der Volksbank in Rickling passieren soll. * Quelle: Dreu

Im Finanzausschuss reichten die zwei Stimmen der ABR um Bürgermeister Christian Thomann und eine von der CDU-Fraktion aus. Die restlichen vier Ausschussmitglieder enthielten sich, um der Sache nicht im Weg zu stehen und doch nicht ganz von der eigenen Position abzuweichen. Denn eigentlich waren SPD und CDU aus Kostengründen gegen die Anmietung der bald leerstehenden Bankfiliale. Doch wie Mitarbeiter der Volksbank im Ausschuss vortrugen, sind die zur Debatte stehenden Alternativstandorte für den Geldautomaten nicht geeignet oder nur nach erheblichen Umbauten, wie Christian Thomann berichtete.

So reicht im Feuerwehrhaus der Platz nicht aus, um einen Geldautomaten sicher aufstellen zu können. „Damit das Geld im Falle einer Sprengung vorne nicht gleich den Dieben in die Hände fällt, werden Geldautomaten meist in eine Wand eingebaut und auf der anderen Seite beladen“, erklärt Thomann. Zusammen mit Experten der Bank hatte er sich die Gegebenheiten vor Ort angesehen. Zwar gebe es im Feuerwehrhaus einen Büroraum mit dahinterliegenden Sanitäranlagen, die in der Tiefe für den Automaten ausreichen würde. „Allerdings fehlt dann der Platz zum Beladen“, so Thomann. Man hätte für den Automaten noch weiter in die Gebäudestruktur eingreifen und auch den Flur dahinter umbauen müssen. „Die Kosten dafür würde mindestens die Miete für die angedachten vier Jahre verschlingen“, verdeutlicht Thomann. Von 32000 Euro Miete und Nebenkosten war bisher die Rede, damit auch die VHS, die aus dem Bauhof ausziehen muss, neue Räume erhält – bis hoffentlich in einigen Jahren die Alte Schule zum Kulturzentrum umgebaut ist, wo langfristig dann auch der Geldautomat untergebracht werden soll.

Auch der Supermarkt war von der CDU als Alternativstandort vorgeschlagen worden. „Doch auch hier wären erhebliche Umbaumaßnahmen notwendig“, so Thomann. Außerdem wäre der Zugang zum Automaten an die Öffnungszeiten des Ladens gebunden – so gebe es etwa eine Mittagspause, in der der Automat nicht zugänglich wäre.

Bürgermeister Thomann ist froh, dass nun doch der Mietvertrag von der Bank vorbereitet werden kann. Zudem sei die Volksbank der Gemeinde mit den Kosten nochmal entgegengekommen. „Auch wenn nicht alle Ricklinger Kunden bei der Volksbank sind, hat so ein Automat doch eine Bedeutung für die Bargeldversorgung“, ist Thomann überzeugt. Dass die Anmietung der Bankräume für eine derartige Kontroverse in der Gemeinde sorgen würde, hatte er zunächst nicht erwartet. Wie bereits berichtet, hätte der Bürgermeister den Vertrag auch ohne Beschluss innerhalb seines Befugnisrahmens unterschreiben können.

„Ich hatte es aber für guten Stil gehalten, das Thema in die Beratung zu geben“, sagt Thomann. Aus seine Sicht spricht für die Anmietung der Filiale auch der über Rickling hinaus bekannte Standort des Automaten, der von der Nutzerfrequenz lebe.

 Nadine Materne

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