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Segeberg Gelebte Inklusion: 1000 Teilnehmer beim Picknick
Lokales Segeberg Gelebte Inklusion: 1000 Teilnehmer beim Picknick
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21:22 29.08.2016
Lang war die Tafel aus Bierzeltgarnituren am See. Quelle: Fotos: Petra Dreu

„Ist das nicht schön?“, zufrieden lässt Dr. Wolfgang Arnhold, Koordinator des „Netzwerks Inklusion Kreis Segeberg“ seinen Blick über die Promenade am Großen Segeberger See schweifen. Dicht gedrängt sitzen hier Menschen mit und ohne Behinderungen an einer langen Tafel aus Bierzeltgarnituren zusammen. Angeregt unterhalten sie sich, lassen sich die mitgebrachten Leckereien schmecken und genießen die Musik des Hamburger/Lübecker Trios „Kerygold“. Seinen ersten großen Auftritt hatte auch der überwiegend aus jungen Flüchtlingen bestehende „Mischbar-Chor“, den Friederike Dreessen unter ihre Fittiche genommen hat.

Mohammed, Daniel und Razoin (v. l.) vom Verein „Alleineinboot“.

Nach Angaben der Veranstalter sind am Sonntag 1000 Menschen dem Aufruf des Netzwerks gefolgt, um mit der „Langen Tafel“ Inklusion in die Tat umzusetzen. Besonders eifrig dabei sind erstmals die Mitglieder des Vereins „Alleineinboot“, die für Süßes und Herzhaftes aus der ganzen Welt gesorgt haben. Bereits am Vormittag haben die Asylsuchenden gebacken, gekocht und Heratsch-Sandwiches aus dünnem Fladenbrot belegt und versorgen all diejenigen, deren Spaziergang sie zufällig an den Ort des Geschehens geführt hat.

„Der zentrale Gedanke für das Picknick ist, die Inklusion zu fördern“, sagt Wolfgang Arnold. „Unter den Flüchtlingen sind auch Behinderte. Es ist so schon schwierig, aus einer fremden Kultur zu kommen und sich hier zurechtzufinden. Noch schwieriger ist es, wenn die Menschen dann auch noch behindert sind.“ Schätzungen zufolge hätten zehn bis 15 Prozent der Flüchtlinge eine chronische Krankheit oder Behinderung. Sie haben besondere Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen, so Arnhold. Diese zu erfüllen, sei eine Herausforderung. Die interkulturelle Öffnung werde auch in der Lebenshilfe vorangetrieben. Eine erste Fortbildung zum Themenfeld „kultursensible Arbeit“ sei bereits geplant.

pd

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