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Segeberg Gelungener Start ins Jubiläumsjahr
Lokales Segeberg Gelungener Start ins Jubiläumsjahr
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20:39 16.01.2017
Wahlstedt

Ein 50. Geburtstag ist meist Anlass darauf hinzuweisen, dass der Jubilar sich noch gut gehalten hat. Für eine Stadt dagegen ist ein halbes Jahrhundert eher ein Kindergeburtstag – altersmäßig gesehen.

Wahlstedts erstes Stadtkind und viel Politprominenz kam zum Gratulieren.

Entsprechend bunt präsentierte sich Wahlstedt beim Neujahrsempfang. Die Politikerdichte war dem Anlass entsprechend hoch, die Industrie mit ihren Spitzen vertreten, die Stimmung gut, und die Redner fanden einen launigen Ton. Indem etwa Bürgermeister Matthias Bonse (CDU) verkündete, dass die Stadt zwar hoch verschuldet sei, aber 2016 mit einem Millionenplus verabschieden konnte, das zum Teilabbau der Schulden verwendet werden soll. Sein Versprechen: Der Marktplatz werde 2017 angepackt, wenn alle dem Haushalt zustimmen. Sein guter Vorsatz: Mehr Bürger, mehr Gewerbe in die Stadt locken. Zweieinhalb Stunden Programm gab es am Sonntag im Kleinen Theater, dessen 400 Sitzplätze nicht ausreichten, so viele waren gekommen. Im Anschluss blieb bei einem Gläschen Gelegenheit, die gelungene Veranstaltung ausklingen zu lassen, die Auftakt zum Festjahr war. Text und Fotos: H. Hiltrop

Kurzweil zwischen Ballett und Breakdance

Tanzeinlagen verschiedener Genres sorgen traditionell beim Wahlstedter Neujahrsempfang für Kurzweil. Den Auftakt machte die Volkstanzgruppe „Fidele Holsteiner“ der Siedlergemeinschaft. Danach gehörte die Bühne vor allem den Nachwuchstänzerinnen und -tänzern, die ihr Können präsentierten. Musikalisch begleitet von Hits verschiedener Jahrzehnte, wirbelten die Eleven von „Ballett & Company“ unter Leitung von Sylvia Schmedje über die Bühne. Der Verein „Art2Spin“ gehört mit seinen Breakdance-Darbietungen zu einer festen Größe bei solchen Veranstaltungen. Wie auch Nicole Gießler, die mit ihren verschiedenen Gruppen der Tanzsparte des SV Wahlstedt maßgeblich für ausgelassene Stimmung auf der Bühne aber auch im Publikum sorgte.

Das erste Stadtkind

Kerstin Elisabeth Grölz, geborene Paulsen (Foto links) ist Wahlstedts erstes Stadtkind. Sie kam am 1. Januar 1967 um genau 9.50 Uhr zur Welt, wog 3230 Gramm, war 52 Zentimeter groß

und ist heute selbst Mutter zweier Töchter. Damals, 1967, übernahm die Stadt die Ehrenpatenschaft. „Ich habe mich immer sehr über die Geburtstagsgrüße gefreut“, so die heute 50-Jährige, die seit langem mit ihrer Familie in Solingen lebt. Bis heute bestehe guter Kontakt, fühle sie sich mit Wahlstedt sehr verbunden, sagte sie. Für Kerstin Grölz gab es am Sonntag einen großen Geburtstagsstrauß, kräftigen Beifall und eine Überraschung mit einem an eine Leinwand geworfenen alten Foto, das sie als Zehnjährige an gleicher Stelle zeigt. Auch seinerzeit feierten Stadt und Patenkind zusammen. 1977 überreichte der damalige Bürgervorsteher Hermann Jaursch ihr ein Geschenk.

Ministerpräsident Albig gratuliert der Stadt

Mit dem Eintrag ins Goldene Buch wünschte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig der Stadt „Glück und Segen für all die Jahre, die da noch kommen“. Städte wie Wahlstedt würden ihren Teil dazu beitragen, dass die Schleswig-Holsteiner so glücklich seien. „Sie versinken nicht in der Anonymität. Wir halten zusammen, und Zusammenhalt macht glücklich.“ Auch Wahlstedt sei, wie viele andere Orte im Land, einst ein Dorf gewesen, zu dessen Entwicklung Flüchtlinge beigetragen hätten. Mit Blick auf die jüngsten Schlagzeilen bedauerte er, dass im Fahrwasser der Geschehnisse wieder Parolen zu hören seien, von denen alle gehofft hatten, sie nie wieder hören zu müssen. Albig mahnte die Bürger, zur Wahl zu gehen und damit die Demokratie zu stärken.

Neuer Ehrenschild-Träger

Wolfgang Storch (78) wurde am Wochenende eine ganz besondere Ehre zu teil: die Verleihung des Ehrenschildes der Stadt. Das seit 1970 im Segebergischen lebende Lions-Club-Mitglied ist somit der 47. Ehrenschild-Träger von Wahlstedt. Als er während seiner Löwen-Präsidentschaft 1993/1994 das Fest der Nationen auf die Beine stellte, ahnte er nicht , welch einen Erfolg das Multikultifest haben würde, die in diesem Jahr zum 22. Mal stattfindet (10. Juni). Aufgrund der vielen Nationalitäten in der Stadt sei Storch auf die Idee gekommen. Er habe damit zum friedlichen Miteinander beigetragen, heißt es in der Verleihungsurkunde. Mitte der 90er hatten Freunde noch Bedenken geäußert, doch das Fest der Nationen ist immer eine friedliche Veranstaltung geblieben. Die Überschrift seither: „Wir leben miteinander, wir arbeiten miteinander, wir feiern miteinander“ hat nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Es sei ein vorbildliches Motto, lobte Ministerpräsident Torsten Albig.

Bürger gratulieren

Name: Chris (6)

Ab Sommer: Schüler. Er hält das Jubiläumsbrot in seinen Händen, das es im Festjahr beispielsweise bei Bäckerei Steiskal in Wahlstedt gibt und von dessen Einnahmen ein Teil in wohltätige Zwecke in der Stadt fließen soll.

Er lebt hier: schon immer

Was ihm an Wahlstedt gefällt: Seine Freunde und auch sonst fast alles.

Er wünscht zum Jubiläum: Einen Spielplatz an der Ostlandstraße.

LN

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