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Segeberg Georg Oehlrich: Segebergs „Hans Eichel“
Lokales Segeberg Georg Oehlrich: Segebergs „Hans Eichel“
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20:12 19.11.2016
Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dirk Wehrmann (links) und der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes (rechts) ehrten Georg Oehlrich für seine 50-jährige Parteizugehörigkeit.

. In Zeiten, in denen sich immer weniger Menschen für Politik engagieren, können diejenigen, die immer zur Stelle sind, wenn Hilfe gebraucht wird, gar nicht hoch genug geschätzt werden. Das dachten sich auch die Bad Segeberger Sozialdemokraten, die gleich acht Jubilare zu einer Feierstunde mit Kuchenbüfett in das „Haus am See“ eingeladen hatte.

Als „Hans Eichel“ der Segeberger SPD bezeichnete der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes Georg Oehlrich, der seit 1986 für die Genossen in der Bad Segeberger Stadtvertretung mitarbeitet. Er ist einer der treuen Parteimitglieder, die immer da sind, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Thönnes erinnerte daran, dass Georg Oehlrich immer das Geld zusammengehalten habe – eben wir der früherer Bundesfinanzminister Hans Eichel. Eine zusätzliche Wurst beim Grünkohlessen habe es mit ihm als Kassenwart nie gegeben. „Aber wenn Wahlkampf war, dann konnte man auch richtig etwas auf die Beine stellen. Auf Georg war immer Verlass“, lobte Thönnes das Sozialdemokratische Urgestein, das für 50 Jahre SPD unter anderem mit einem eigens für die Sozialdemokraten angefertigten und limitierten Bären beschenkt wurde.

Seit 40 Jahren ist zudem Kirsten Tödt dabei. „Kirsten Tödt ist die einzige unter uns, die Willy Brandt Blumen überreicht hat“, verriet Thönnes, in dessen Wahlkreisbüro Tödt arbeitet. „Willy Brandt war der Grund, warum ich in die SPD eingetreten bin. Meine Mutter hatte gesagt, es wäre doch schön, wenn der jüngste Juso Blumen überreichen würde. Der jüngste Juso wurde ich dann“, erzählte die Sozialdemokratin, deren Mutter seinerzeit beim SPD-Landesverband gearbeitet hat.

Die weiteren Geehrten: Gerd Schwenck, Herbert Drywa (40 Jahre), Edeltraut Steinwand, Jörg-Frietjof Hischer (25 Jahre) sowie Claudia Oehlrich und Tobias Köpke (10 Jahre).

Auch wenn die Genossen bei den vielen Ehrungen noch einmal die Vergangenheit Revue passieren ließen, sorgte die aktuelle Entwicklung in der Welt für Diskussionen. „Die kleine Schwester des rechten Gedankengutes ist der Populismus. Beide haben einfache Antworten und wirken verführerisch. Dabei sind die leichten Antworten nicht immer die richtigen“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Dirk Wehrmann. pd

LN

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