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Segeberg Kita-Trägerin unterliegt erneut vor Gericht
Lokales Segeberg Kita-Trägerin unterliegt erneut vor Gericht
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19:03 05.11.2018
Die Innenstadt-Kita soll von der Kreisverwaltung zum 9. November geschlossen werden.  Quelle: Oliver Vogt
Bad Segeberg

Ist das Schicksal der Innenstadt-Kita jetzt endgültig besiegelt? Wie die Kreisverwaltung am Montag in einer schriftlichen Erklärung mitteilte, hat das Verwaltungsgericht in Schleswig einen Eilantrag von Betreiberin Jalila Ott abgelehnt, die vom Kreis angeordnete Schließung ihrer Kita noch aufzuschieben. Damit würde die Einrichtung, die gegenwärtig von 20 Krippen-Kindern besucht wird, bereits an diesem Freitag, 9. November, ihren letzten Tag sehen. „Unser Handeln zum Wohle der Kinder ist somit sowohl richtig als auch rechtlich einwandfrei“, kommentierte Landrat Jan Peter Schröder die Entscheidung.

Jalila Ott sieht das naturgemäß anders. Nach Meinung der Betreiberin gefährde der Kreis das Kindeswohl, da ihre Schützlinge, obwohl es an der Betreuung aus ihrer Sicht gar nichts auszusetzen gebe, nun in eine andere Kita zwangsverpflanzt würden. Tatsächlich sollen die Ein- bis Dreijährigen nach dem Willen des Kreises jetzt in einer Immobilie im relativ weit entfernten Levo-Park durch die Kindertagesstätten gGmbH des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betreut werden. Ein entsprechendes Angebot habe man den betroffenen Eltern gemacht.

Ott zufolge seien die Eltern darauf zwar eingegangen. „Aber nur aus Angst davor, damit ihre Kinder am Ende nicht auf der Straße sitzen. In den Levo-Park will niemand hin.“ Nicht nur wegen der schwierigeren Erreichbarkeit. Es bestehe sogar die Gefahr „traumatischer Erfahrungen“, da die Kinder ihre gewohnten Bezugspersonen verlören. In einer Pressemitteilung rief Ott den Kreis am Montag deshalb „im Sinne des Kindeswohls“ noch einmal dazu auf, sich mit ihr zusammenzusetzen und eine andere Lösung zu finden, sprich ihren am 10. Oktober eingereichten Neuantrag auf eine Betriebserlaubnis zu genehmigen. Da sie selbst dem Kreis als „unzuverlässig“ gelte, habe sie ihren langjährigen Mitarbeiter Thorsten Horn zum Geschäftsführer ernannt.

Aus Sicht von Jalila Ott bestehe sogar ein Anspruch auf den Fortbestand ihrer Kita. „Der Kreis kann keine neuen Kitas genehmigen, wenn es bestehende Einrichtungen gibt, die weiter betrieben werden können“, ist sie überzeugt. So laute die „bestehende Rechtssprechung“.

Ob sich der Kreis darauf einlassen wird, ist fraglich. Den Neuantrag hatte die Verwaltung bereits vor einigen Tagen als „aussichtslos“ eingestuft. Ott hat nach eigenen Angaben inzwischen aber Beschwerde bei Landesregierung eingereicht, die sich nun mit der Angelegenheit beschäftigen wolle.

Von Oliver Vogt

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