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Segeberg Gero Storjohann mit 81 Prozent nominiert
Lokales Segeberg Gero Storjohann mit 81 Prozent nominiert
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21:27 12.07.2016
Sebastian Fuß (r.) gratuliert Gero Storjohann zur Wahl. Quelle: Kullack

Mit einem deutlichen Vertrauenbeweis von 268 der 331 gültigen Simmen (81 Prozent) bleibt Gero Storjohann (58) auch zum fünften Mal Direktkandidat der CDU für den Bundestags-Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Nord. Am Montagabend hatte er im Henstedt-Ulzburger Bürgerhaus einen Gegenkandidaten: Sebastian Fuß (36) aus Fahrenkrug gelang mit 63 Stimmen (oder 19 Prozent) ein Achtungserfolg.

„Und nun machen wir Wahlkampf mit Ihnen“: So wie Sebastian Fuß gleich nach der Wahl seinem siegreichen Kontrahenten gratulierte, hatte das Ganze einen versöhnlichen Schluss. Denn im Vorfeld dieser Nominierung hatte es so manche Irritation gegeben. Dass Sebastian Fuß sich selbst auf seiner Homepage als „national-konservativ“ bezeichnet, war für manche Christdemokraten Anlass, ihn in die rechtspopulistische Ecke zu stellen. Auf der anderen Seite gab es Mitglieder, die Amtsinhaber Storjohann, seit 2002 als Nachfolger von Peter-Kurt Würzbach für den Wahlkreis im Bundestag, Saturiertheit vorwarfen. Er möge mehr „klare Kante“ zeigen, forderte in der Diskussion etwa der Henstedt-Ulzburger Ortsvorsitzende Michael Meschede. Storjohanns Antwort: „Ich war gegen die Maut und ich habe Seehofer angeschossen.“ Doch Profilierung – so der Abgeordnete aus Seth, zugleich CDU-Kreisvorsitzender – sollte nicht daraus bestehen, gegen Parteifreunde zu schießen: „Klare Kante – das muss von unten nach oben geschehen“.

Nie negativ im Visier hatte Storjohann hingegen Kanzlerin Angela Merkel: „Ich finde die toll. Ich bin stolz, dass wir sie haben“, machte der Abgeordnete die Politik der Kanzlerin zur Richtschnur seines eigenen Engagements. So setzte Storjohann sich deutlich von Fuß ab, der per Losentscheid mit seinem Statement beginnen durfte und erklärte, dass ihm die Regierung samt Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik zu schnell vorangeschritten sei. Stattdessen wolle er, dass die Konservativen wieder mehr Raum in der CDU bekämen: „In der Mitte herrscht auf den Stehplätzen ein dichtes Gedränge.“

Je einen Fürsprecher pro Kandidaten gab es. Für Fuß übernahm das Bernd Reimers, sein Kollege aus der Fahrenkruger Gemeindevertretung, und für Storjohann sprach der Europaabgeordnete Reimer Böge.

Unter Vorsitz von MdB Dr. Johann Wadephul, Tagungspräsident für diesen Abend, durften dann Fragen an die Kandidaten gestellt werden. Aber nur von Mitgliedern, die im Wahlkreis wohnen, wie Kreistagsabgeordneter Christoph Lauff erfahren musste, der von der Rednerliste wieder gestrichen wurde, weil er in Bad Bramstedt wohnt. Lothar Kullack

LN

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