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Segeberg Geschenke aufgetafelt: Mehr als sonst
Lokales Segeberg Geschenke aufgetafelt: Mehr als sonst
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18:27 23.12.2017
Asraa (11), Ruqaya (5), Mustafa (10) und Ali (14) nahmen von Santa (Tafelfahrer Kurt Wittorf) die Gaben entgegen. Quelle: Foto: Ibu
Bad Segeberg

Bedürftige Familien, darunter viele Flüchtlinge, konnten Kinderwünsche erfüllen: 140 Pakete türmten sich gestern bei der Tafel. Die Kinder von vier bis 14 Jahre hatten gemalt, was sie sich wünschen.

Spielzeug-Hubschrauber, Bälle oder Trikots, Barbie-Puppen oder ferngesteuerte Rennautos, Jacken und Schuhe, Teddys und sogar drei Gitarren waren unter den Anschaffungen, deren Wert jeweils möglichst nicht die 30-Euro-Marke überschreiten sollte. „Wir haben aber darum gebeten, den weihnachtlichen Aspekt nicht zu vergessen, also zum Beispiel Süßigkeiten beizusteuern. Da sind schnell auch größere Summen zusammengekommen“, sagt Wild. Und wenn ein Wunsch ein wenig teurer war, „dann haben wir es irgendwie möglich gemacht“. 180 Pakete waren es insgesamt, bei der Wahlstedter Ausgabestelle sind bereits 40 verschenkt worden, gesponsert von der Wankendorfer. In der Segeberger Efeustraße wurde der Großteil an die Kids verteilt, wie an Asraa, Ruqaya, Mustafa und Ali. Die vier Geschwister kamen mit der Familie vor einem Jahr aus dem Irak. Eine andere Familie ließ sechs Kinder beschenken. Gepackt hatten diese Päckchen Privatleute oder Nachbarn der Tafelmitglieder. „Über die Jahre haben wir bereits einen festen Stamm an Helfern bekommen“, berichtet Wild. Dass es diesmal so viele Präsente waren, ist zudem den Oktoberfestbesuchern zu verdanken. Bei der Eröffnungsfete mit geladenen Gästen wurde gesammelt; 2200 Euro zusätzlich machten es möglich, dass das Alter der Kinder, die bei der Wichtelaktion mitmachen durften, von etwa zehn auf 14 Jahre angehoben werden konnte. Überbringer waren Möbel-Kraft-Vorstand Günter Loose sowie Rotarier Nico Stoltenberg.

Spende der LN–Aktion

Im vergangenen Jahr war bei der LN-Weihnachtsaktion „Hilfe im Advent eine Spende von mehr als 11000 Euro für die Segeberger Tafel zusammengekommen. Das Geld ist in den allgemeinen Haushalt der Tafel geflossen, erklärt Hans-Joachim Wild. „Der Haushalt beträgt rund 40000 Euro, über Mitgliedsbeiträge kommen von den derzeit etwa 700 Mitgliedern jährlich 16000 Euro zusammen. Die Differenz müssen wir über Spenden ausgleichen“, so Wild. Bezahlt wurden davon also Energiekosten zum Beispiel für das Gefrierhaus, Fahrzeuge, Reparaturen und Benzin, Versicherungen und andere monatliche Fixkosten, um hunderte Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen.

LN

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