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Segeberg Gewa: Parteien müssen draußen bleiben
Lokales Segeberg Gewa: Parteien müssen draußen bleiben
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21:51 20.10.2016

Heute startet die Gewerbe- und Industrieschau, kurz Gewa, in der Poul-Due-Jensen-Schule in Wahlstedt. Ein Grund zur Freude, denn die Traditionsmesse wird als Imagebringer für die ganze Stadt gesehen und ist ein Publikumsmagnet. Doch die Pforten sind noch nicht geöffnet, da gibt es Zoff hinter den Kulissen: Wie vor zwei Jahren wollte sich die SPD auf dem für Vereine und Verbände eingerichteten „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren. Das wurde ihr nun von den Organisatoren untersagt.

„Eine richtige Begründung haben wir nicht bekommen“, zeigt sich Dirk Wilkens angesäuert. Es habe offenbar eine unmissverständliche „Ansage“ des Bürgermeisters gegeben. „Politik ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft. In unserer Demokratie mitzuwirken, ist wichtig“, unterstreicht der SPD-Kreistagsabgeordnete und Ortsvereinsvorsitzende. Er sieht in dem Ausschluss eine Art Vorwahlkampf, wenn der Bürgermeister als Christdemokrat verbiete, dass sich der politische Gegner präsentiere.

„Wir haben festgelegt, dass die Gewa eine politikfreie Veranstaltung ist“, kontert Gewa-Mitorganisator Uwe Zeitter und weist die Vorwürfe scharf zurück. Das sei so aus dem Rathaus gewünscht, und der Gewerbeverein habe sich „super damit anfreunden“ können. Doch Wilkens zaudert mit dieser Entscheidung: „Man fragt sich, ob Wahlstedter sich in Zukunft bitte gerne engagieren sollen – aber um Himmels willen nicht politisch.“

„Wir sind die Veranstalter und haben die Entscheidung gefällt, und das wird nicht geändert“, entgegnet Zeitter, verweist jedoch auf die Stadt als Hausherr der Schule, der durchaus Auflagen machen könne. Die Stadt hingegen betont, dass der Gewerbeverein in seinen Entscheidungen frei gewesen sei. „Wir haben lediglich gewollt, dass der Markt der Möglichkeiten Vereinen und Verbänden aus den sozialen Bereichen vorbehalten sein soll“, sagt Bürgermeister Matthias Bonse (CDU) auf LN-Nachfrage. Aus seiner Sicht spreche gar nichts dagegen, dass sich Parteien auf der Schau präsentieren.

Einen normalen Stand, für den auch Gebühren fällig geworden wären, den habe die SPD jedoch nicht angemeldet, betont Messeorganisator Zeitter und unterstreicht noch einmal: „Die Gewa bleibt politikfrei.“

Heute um 13 Uhr startet die Gewa in der Poul-Due-Jensen-Gemeinschaftsschule für das Publikum. Sonnabend und Sonntag ist die Gewerbe- und Industrieschau ab 11 Uhr geöffnet. An allen drei Messetagen kann sie bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

 hil

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