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Segeberg Das Werner-Rennen – wer wird gewinnen?
Lokales Segeberg Das Werner-Rennen – wer wird gewinnen?
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16:03 01.09.2018
Stefan Niestedt, Thomas Balden, Lars Koopmann und Peter Braunschweig (v. l.) sind für das Rennen aus Bremen angereist. Quelle: Petra Dreu
Hartenholm

30 Jahre ist es her, dass Rötger Feldmann alias Brösel (heute 68) mit seinem „Red-Porsche-Killer“ beim legendären Werner-Rennen von Kumpel „Holgi“ Henze (74) „abgesägt“ wurde. Drei Jahrzehnte sind zwar auch an den beiden Hauptpersonen nicht spurlos vorbeigegangen, die Sprüche aber sind immer noch die gleichen: „Im Moment lasse ich den Bölkstoff stehen, trinke nur heißes Wasser aus Bordesholm und ernähre mich gesund. Aber wenn wir gewonnen haben, löte ich mir die Rübe dicht“, kündigte Rötger Feldmann am Freitag, mit kleiner dunkler Nickelbrille auf der Nase, an genau dem Ort an, an dem er vor 30 Jahren gegen „Holgi“ verlor.

„Holgi“ nimmt das bevorstehende Rennen noch ziemlich gelassen: „Ich denke, ich habe eine gute Chance. Der Porsche ist topfit, nur der Satz Rennreifen ist noch etwas zu neu. Der Griff stimmt noch nicht“, verriet er. Auch wenn die meisten Besucher von einem Brösel-Sieg ausgehen, drückt einer „Holgi“ die Daumen: Keno Veith, plattschnackender Erntehelfer, der sich mit einem Facebookvideo während der Maisernte eine große Fangemeinde erschlossen hat. Mit seiner Hautfarbe und dem Irokesenschnitt sieht er „Mr. T“ aus der Fernsehserie „Das A-Team“ zum Verwechseln ähnlich.

Zuschauer, Bands, Wettkampf: Klicken Sie hier, um alle Bilder vom Werner-Rennen in Hartenholm zu sehen!

Nicht nur „Brösel“ und „Holgi“ sind in die Jahre gekommen, sondern auch das Publikum. Auch wenn die Knochen nicht mehr ganz frisch sind, ist die Neuauflage des Rennens dennoch für viele ein Muss. „Das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Wir wollten erst mit dem Motorrad kommen, haben dann aber doch das Auto vorgezogen“, erzählt Peter Braunschweig aus Bremen, der zusammen mit Stefan Niestedt, Thomas Balden und Lars Koopmann zu den ersten Festivalbesuchern gehörte. „Wir sind schon am Mittwoch angekommen. Da war hier noch nichts“.

Auch Andreas Gerdts (56) aus Tornesch hat alles daran gesetzt, das Rennen nicht zu verpassen. Das nämlich ist ihm vor 30 Jahren passiert. „Das war unsere Sturm- und Drangzeit nach der Bundeswehr. Wir lagen in sauer. Und als wir dann zum Rennen wollten, war alles schon vorbei“, denkt er zurück. Inzwischen ist er verheiratet, und das Rennen ein weiteres Mal zu verpassen, werde ihm nicht noch einmal passieren.

BCW_Lokale_Videos

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Ingo Neuhaus aus Oberhausen war vor 30 Jahren ebenfalls dabei. „Mit meinem goldenen Manta und zwei Hunden bin ich bis ganz nach vorne durchgebrettert. Parkgebühren gab es keine“, erzählt der Ruhrpottler, der auf dem Festivalgelände mit den Schweizern Uwe Engelhardt, Aaron Fluch und Matthias Wichmann die damalige Zeit Revue passieren lässt.

Höchstleistung haben Wacken-Chef Holger Hübner und sein Team erbracht. Für das insgesamt 46 Hektar große Festivalgelände und die 50000 Besucher, Fahrer und Musiker ist alles bis ins kleinste Detail durchgeplant. Das große Rennen zwischen Brösel und „Holgi“ startet am Sonntag um 16 Uhr.

Petra Dreu

Neuauflage des legendären Werner-Rennens: Am 2. September soll 30 Jahre nach dem ersten Werner-Rennen auf dem Flugplatz Hartenholm der Wettkampf zwischen dem Porsche von Holgi (Holger Henze) und Brösels "Red-Porsche-Killer"-Horex neu aufgelegt werden. Klicken Sie sich durch unsere Galerie.
Klicken Sie hier, um die ersten bestätigten Bands zu sehen, die beim "Werner"-Rennen 2018 in Hartenholm auftreten werden.
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