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Gladebrügge füllt letzte Baulücken auf

Klein Gladebrügge Gladebrügge füllt letzte Baulücken auf

Gemeinde darf bis 2025 um bis zu 19 Wohneinheiten wachsen.

Klein Gladebrügge. Die Gemeinde darf wachsen – und zwar laut Landesplanung um genau 19 Wohneinheiten bis 2025. So viele Baulücken hat Klein Gladebrügge aber gar nicht, so dass die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung übereinkam, langfristig einen neuen Bebauungsplan aufzustellen.

 

LN-Bild

Torsten Krüger listete die Baulücken auf.

Quelle: Kullack

Mit den Vorarbeiten hatte man das Lübecker Planlabor Stolzenberg beauftragt, und dessen Ingenieur Torsten Krüger erläuterte, dass insgesamt vier Flächen für ein Neubaugebiet in Frage kämen.

Wobei das nördliche Gebiet davon mit Vorsicht zu betrachten sei, weil ein eventueller Autobahnbau sich auf den Hausbau auswirken könne.

Die Vertretung beschloss einstimmig, als nächsten Schritt über die Amtsverwaltung Gespräche mit allen Grundbesitzern der betreffenden Gebiete aufzunehmen.

Zuvor hatte Krüger die Aufbereitung der Baulücken erläutert. Insgesamt 15 Baulücken hatte sein Büro ausfindig gemacht. Die Befragung der Besitzer hatte ergeben, dass neun davon verfügbar wären, ein Grundstücksbesitzer lehnte ab und fünf antworteten überhaupt nicht. Von den neun Grundstücken seien letztlich nur acht verfügbar, weil eines zum Biotopverbundsystem gehöre. Da die Gemeinde laut Landesplanung bis 2025 ein Entwicklungspotenzial von 19 Wohneinheiten habe (zehn Prozent der 2010 vorhandenen Wohneinheiten) könne man an zehn bis elf neuer Bauplätze denken. „Diese Zahl scheint nicht üppig zu sein, ist für eine Gemeinde Ihrer Größe aber viel“, sagte Krüger und empfahl, ein neues Baugebiet zu planen.

Dass die A 20 in absehbarer Zeit in irgendwelche Bauplanungen hineinplatzt, sei nach der Aussage von Bürgermeister Arne Hansen vor 2019 wohl kaum zu erwarten. In der Vertretung informierte der Bürgermeister darüber, dass das Land für den Abschnitt Weede – Wittenborn die Prüfung der neuen Planung wohl abgeschlossen habe, die Unterlagen aber wahrscheinlich erst zum Jahresende an die Öffentlichkeit gehen würden. Dabei erwarte man zum einen eine neue Bewertung des Fledermausschutzes und zum anderen die neue Untersuchung einer südlichen Trassenvariante.

„Nach der Veröffentlichung hätten wir vier Wochen Zeit, einen freundlichen Brief nach Leipzig zu schreiben“, erinnerte Hansen an eine erneute Klagemöglichkeit. Wie berichtet, hatten die Naturschutzverbände aber auch die Gemeinde Klein Gladebrügge im November 2013 vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gewonnen, das den Weiterbau der A 20 vor allem deshalb vorerst gestoppt hatte, weil der Schutz der rund 20 000 Fledermäuse in den Kalkhöhlen von Bad Segeberg nicht hinreichend beachtet worden sei. Eine erneute Klage, so Hansen, würde das Projekt um weitere zwei Jahre verzögern, weil dies die normale Zeitspanne sei, in der das Bundesverwaltungsgericht zu einer Entscheidung gelange.

Inzwischen liege die dritte Planänderung für den Autobahn-Abschnitt auf der anderen Seite von der A 7 bis Wittenborn in den Amtsverwaltungen aus, so dass es vom theoretischen Standpunkt nicht auszuschließen sei, dass dieser Abschnitt vor dem östlichen gebaut werde. Hansen: „Aber auch hier dürfen Klagen der Naturschützer nicht ausgeschlossen werden.“

Was sonst noch beschlossen wurde

Schutzausrüstung Feuerwehr: Die Gemeindevertreter beschlossen einstimmig, 8000 Euro für die Erneuerung von Schutzausrüstung für die Freiwillige Feuerwehr bereitzustellen. Beschafft werden müssen 16 Schutzjacken sowie eine Hose für den Atemschutzträger. Die Wehr will im Verbund mit anderen Feuerwehren aus dem Umland günstiger einkaufen.

Breitbandverkabelung: „Das war eine Punktlandung“, sagte Bürgermeister Arne Hansen zur Versorgung der Gemeinde mit Glasfaserkabel: 100 Verträge hätten Wege-Zweckverband und Stadtwerke Neumünster gebraucht, damit begonnen werden kann – 107 Verträge waren es am Schluss. Bis Monatsende würden nun die Ausschreibungen herausgehen, begonnen werde dann westlich der Segeberger Straße. Für Oktober rechnet der WZV mit dem Startschuss für das gesamte Cluster. Bis zum Sommer 2017 sollen dann alle Gemeinden versorgt sein.

Behindertengerechte Toiletten: Im Feuerwehrhaus soll es bis zum nächsten Jahr barrierefreie Toiletten geben. Die Anlage wird für einen Aufwand von etwa 20000 Euro umgebaut, wobei es von „Holsteins Herz“ Zuschüsse von etwa 13000 Euro aus EU-Mitteln gibt. Die Ausschreibungen sollen noch im Oktober herausgehen.

Lothar Hermann Kullack

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