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Segeberg Glasfaserkabel: Feierstimmung im Pilotcluster
Lokales Segeberg Glasfaserkabel: Feierstimmung im Pilotcluster
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23:21 01.07.2013
Ziel erreicht: In Daldorf wurden am Wochenende die letzten Verträge geschlossen. Zur Feier des Tages stieß WZV-Chef Jens Kretschmer (r.) mit Daldorfern und den Helfern von SWN und WZV an. Quelle: Foto: hfr
Daldorf

In Daldorf knallten am Wochenende die Sektkorken: Das Glasfaserkabel kann kommen. Die notwendigen 350 Vertragsabschlüsse mit den Stadtwerken Neumünster (SWN) als Betreiber des zu bauenden Breitbandnetzes des Wege-Zweckverbandes (WZV) in den drei Pilotclustergemeinden Daldorf, Tensfeld und Damsdorf sind erreicht. Das bestätigte gestern Meike Brors vom WZV.

Bereits zwei Stunden vor Ende des letzten Verkaufstermines in Daldorf am Sonnabend sei klar gewesen, dass das Ziel erreicht werde, sagte Meike Brors. Da besorgte WZV-Chef Jens Kretschmer im benachbarten Edeka noch schnell eine Flasche Sekt. Nach der letzten Unterschrift des Tages wurde angestoßen. Den drei Gemeinden gratulierten sie per E-mail: „Der Drops ist gelutscht.“

Vier Wochen Informationsmarathon liegen hinter den Multiplikatoren der Gemeinden. „Noch am Freitag sind wir durch das Dorf gelaufen und haben geworben“, sagt Daldorfs Bürgermeister Jürgen Frank. Zu diesem Zeitpunkt waren im Dorf noch 47 Verträge offen. „Oh, oh, ob das was wird, hab ich gedacht.“

Doch am nächsten Tag wurden mehr als 40 Verträge abgeschlossen. „Und wenn die Post da ist, haben wir auch hier die 60 Prozent erreicht“, sagte Meike Brors. Alle drei Gemeinden hätten das Ziel erreicht. Zur Not hätte Clusterprimus Damsdorf ausgleichen können: Schon vor einer Woche wurde dort die erforderliche 60- Prozent-Quote erreicht (wir berichteten). „Wir haben eine überragende Beteiligung von 75 Prozent“, meldete Bürgermeister Jürgen Kaack gestern begeistert. „Daran sieht man, wie wichtig das Glasfaserkabel für die Damsdorfer ist.“ Er sei dankbar, wie gut die Menschen im Dorf mitgezogen haben. Ähnlich gut ist die Stimmung in Daldorf und Tensfeld. „Seit fünf Jahren sind wir mit dem Thema beschäftigt, jetzt ist es geschafft“, ist Tensfelds Bürgermeisterin Dr. Beatrix Klüver erleichtert. Ein Selbstgänger sei es aber nicht gewesen. Viel Überzeugungsarbeit musste mancherorts geleistet werden. „Viele haben auch aus Solidarität unterschrieben“, lobte sie. „Aber Glasfaser ist die Zukunft.“

In den Nachbargemeinden wurde das Geschehen im Pilotcluster aufmerksam beobachtet. Tarbek, Schmalensee, Negernbötel und Teile von Nehms gehören zum nächsten Aktionsgebiet, im August beginnt hier die Akquise. Werbestrategien seien bereits ausgetauscht worden, sagte Beatrix Klüver. Im September startet der Glasfasernetzaufbau für die Pilotgemeinden. Noch in diesem Jahr könnten die ersten Daldorfer am schnellen Internet hängen. Im Mai 2014 sollen dann alle Anschlüsse im Cluster fertig sein.

Insgesamt haben 23 Gemeinden erklärt, mit dem WZV den Glasfaserausbau voranzutreiben. „Tendenz steigend“, so Meike Brors. Auch in Geschendorf und Seedorf werde man nun zum Thema informieren.

Nadine Materne

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