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Segeberg „Gospel-Papst“ trieb Chor und Publikum zu Hochform an
Lokales Segeberg „Gospel-Papst“ trieb Chor und Publikum zu Hochform an
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21:21 08.02.2016
Hans Christian Jochimsen (r.) bezog das Publikum mit ins Konzert ein. Auch Propst Daniel Havemann (vorne) wurde als Sänger eingeteilt.

Chorsänger auf der ganzen Welt verehren ihn, für Fachleute ist er der „Gospel-Papst“: Zum zweiten Mal weilte der dänische Musiker, Komponist, Chorleiter und Sänger Hans Christian Jochimsen in Warder, um den Mitgliedern des Gospelchores die Botschaft seiner Lieder näherzubringen.

Zweifellos: Der Mann hat etwas, was andere Chorleiter offensichtlich nicht haben. Kaum sind die zweieinhalb Workshoptage vorbei, strahlen die Sänger, die Töne sitzen sicherer, und das Stimmvolumen ist viel höher und lauter als sonst. Auch das Publikum animierte der Däne beim Abschlusskonzert am Sonntag zu Höchstleistungen. Unterteilt in drei Gruppen sollte es allerdings nicht singen „like a German“, sondern aufstehen und tanzen. Überzeugungsarbeit musste Jochimsen nicht leisten, denn bereits nach wenigen Takten war der Funke auf die Gäste im Kirchenschiff übergesprungen. Auch Propst Dr.

Daniel Havemann ließ sich davon mitreißen und pries auf diese Weise den Herrn.

„Ich bin sehr, sehr glücklich und stolz, dass Hans Christian Jochimsen zum zweiten Mal bei uns in Warder ist“, sagte Pastor Roland Scheel, der mit seinen Sängern ausschließlich Gospels aus der Feder des dänischen Chorleiters auf dem Zettel hatte. Sonst kein Mensch mit mangelndem Selbstbewusstsein, verriet Scheel: „Wenn man als Landpastor am Klavier sitzt und Hans Christian Jochimsen einem auf die Finger schaut, muss man doch schlucken.“

Die Zurückhaltung allerdings legte der Pastor spätestens bei „We can move Mountains“ ab, als er wieder die Leitung seines Gospelchors übernommen hatte und Jochimsen auf einer der Kirchenbänke Platz genommen hatte. „Jesus hat gesagt, wir können Berge versetzen, wenn wir nur den Glauben in der Größe eines Senfkorns haben“, erläuterte Scheel die Botschaft des Liedes. Während die Sänger zahlenmäßig gut aufgestellt waren, mussten die Zuhörer die Musiker der Band zunächst im Kirchenschiff suchen. Lediglich das Digital-Schlagzeug und der Bass waren auszumachen. Der Rest fehlte. „Sie liegen alle krank im Bett“, bedauerte Roland Scheel.

Er und seine Sänger freuen sich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit Hans Christian Jochimsen. Im September fährt der gesamte Chor zum Gospelkirchentag nach Braunschweig. Dort hat Jochimsen nicht nur die musikalische Leitung, sondern wird zudem einen Chor mit 5000 Sängern zum Klingen bringen. Mit der Zugabe „We are Changing the World“, bei dem Imke Osbahr als Solistin brillierte, gingen die Konzertbesucher mit leichten Schritten hinaus in die Dunkelheit. Vorher allerdings erlebten sie noch das Lob des Meisters, der den Gospelsängern sogar applaudierte. Als könnte sie es kaum glauben, meldete sich aus den Reihen der Sänger die Stimme von Christine Beuck: „Er war aber nicht immer so nett zu uns . . .“ pd

LN

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