Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg „Greenday“ — Schüler checken grüne Berufe
Lokales Segeberg „Greenday“ — Schüler checken grüne Berufe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:52 13.11.2013
Denny Schramm erklärt hier den Schülern, wie angelieferter Boden und Schlacke auf mögliche Verunreinigungen untersucht werden. Quelle: spr
Anzeige
Damsdorf

Ob der Informationsbesuch von 14 Achtklässlern gestern auf der Damsdorfer Mülldeponie des Wege-Zweckverbandes (WZV) ihnen etwas gebracht hat, sei dahingestellt.

Immerhin: Sie haben in einen Bereich ‘reinschnuppern können, der ihnen sonst verschlossen ist.

Beim gestrigen bundesweiten „Greenday — Schulen checken grüne Jobs“ ging es nämlich genau darum: jungen Menschen, die noch zur Schule gehen, eine berufliche Perspektive im „grünen“ Bereich aufzuzeigen. Beim WZV konnten sie konkrete Einblicke in die Tätigkeit der Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft erhalten. Der Ansatz beim WZV, der die Jungen und Mädchen aus dem Bad Segeberger Schulzentrum zu Gast hatte: Junge Leute, nämlich Auszubildende in „grünen“ Berufen, erklären jungen Leuten, die beruflich noch völlig offen sind, woraus ihr Job besteht.

Das ist nicht ganz einfach, wie gestern zu beobachten war. Das Problem der Auszubildenden: Sie selber sind rhetorisch und kommunikativ womöglich ein wenig überfordert, 14-Jährigen, die vielleicht überhaupt keine Lust auf dieses Berufsfeld haben, „mitzureißen“ und ihnen die komplizierte Materie, wie auf einer Deponie zum Beispiel nach Schadstoffen gespürt wird, interessant zu erläutern. Das dürfte auch den Lehrern schwer fallen. Im Fach Wirtschaft/Politik hat beispielsweise Lehrer Gerd Wendt kaum Zeit für den normalen Unterricht. Und dann soll er auch noch das Thema Berufsorientierung einschieben, um den Jugendlichen dabei Anstöße zu geben. Der Greenday gehört dazu. „Das ist immerhin eine Chance, die Nase mal in die Berufswelt zu stecken“, sagt Wendt. Der WZV, der viele Berufe abdeckt, sei da eine gute Adresse.

Unter anderem hat Yanneck Schwarz den Schülern gezeigt, wie man Schlackenwasser auf Schadstoffe analysiert. Und sein Azubi-Kollege Denny Schramm hat demonstriert, wie angelieferter Aushub auf Unreinheiten untersucht werden kann. Was hat die Aktion den Schülern gebracht? Die ganz große Begeisterung kam nicht auf. Immerhin: Bennet Nohrn hat zwar immer noch kein Interesse an Laborarbeit.

Aber an Maschinen. Davon gibt‘s beim WZV genug. „Ich will später was mit Maschinen machen“, sagt der 14-Jährige, der sich beim WZV um ein Praktikum bemühen will.

„Das ist immerhin eine Chance, die Nase mal in die Berufswelt zu stecken.“
Gerd Wendt, Lehrer am Schulzentrum

Christian Spreer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige