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Segeberg Groß Niendorf gibt Kita ab
Lokales Segeberg Groß Niendorf gibt Kita ab
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20:31 19.05.2017
Bürgermeister Claus Fahrenkrog vor der Kita im Dörpshus. Zum 1. August übergibt die Gemeinde die Trägerschaft des Kindergartens an die Johanniter. Vorangegangen waren monatelange Querelen. Quelle: Foto: Domann

Unterschiedliche Auffassungen, Zwistigkeiten, Verleumdungen – die vergangenen zwei Jahre sind anstrengend für alle Beteiligten des Groß Niendorfer Kindergartens gewesen. Wegen eines Zerwürfnisses zwischen Kindergartenleiterin, einiger Eltern und der Gemeinde als Trägerin wurde 2015 eine neue Leitung eingesetzt. Hatte die Zusammenarbeit anfangs auch gut funktioniert, gab es im Laufe der Zeit wieder Unstimmigkeiten zwischen Eltern und Leitung sowie Eltern und Trägerin. „Eltern wollten sich in zu viele Abläufe des Kindergartens einmischen“, erklärte Bürgermeister Claus Fahrenkrog (AWGN) den LN. Hinzu kam, dass die Teamarbeit zwischen neuen und alten Mitarbeitern immer weniger funktioniert habe. Da Gespräche und Supervisionen keinen Erfolg gebracht hätten, beschloss die Gemeinde, die Reißleine zu ziehen und die Trägerschaft des Kindergartens abzugeben. „Verantwortung und Fachwissen, die von einem Träger gefordert werden, sind in den vergangenen Jahren immer größer geworden“, betont Fahrenkrog. Allein die Personalentscheidungen seien sehr umfangreich und zeitintensiv. Es sei Zeit für einen Trägerwechsel gewesen. „Andere Gemeinden haben uns das vorgemacht.“ Zusätzlich wurde die verbliebene alte Belegschaft ausgetauscht, sodass nun ein neues Team zusammenwachsen kann.

Die Institutionen DRK Kindertagesstätten Segeberg gGmbH und Johanniter Lübeck zeigten Interesse, die Trägerschaft zu übernehmen, mit beiden haben Gemeindevertreter intensive Gespräche geführt.

Letztlich hätten die Johanniter einen überzeugenderen Eindruck auf die Gemeindevertreter gemacht, sodass sich diese einstimmig für eine Übertragung der Trägerschaft an die Johanniter zum 1. August entschieden haben, erklärt der Bürgermeister.

Ein wenig Wehmut klingt bei Fahrenkrog mit. Der Kindergarten sei ihm ans Herz gewachsen, er habe die Arbeit gern gemacht, auch weil seine Enkel dort betreut werden. „Doch für unsere Zukunftsentwicklung ist die Entscheidung vielleicht der bessere Weg.“ Durch den Trägerwechsel sollten auch nur ganz leichte Beitragserhöhungen zu erwarten sein, ergänzt er.

2002 war der Kindergarten mit einer Gruppe gegründet und 2008 durch eine Krippengruppe erweitert worden. Derzeit werden zehn Krippen- und 20 Elementarkinder betreut. Die Kernzeiten liegen zwischen 7.30 und 17 Uhr.

Flächennutzungsplan: Da die Gemeinde Anfragen nach Bauplätzen, bisher aber keinen F-Plan hat, wird sie diesen nun bei der Kreisplanerin in Auftrag geben. Es gibt zwar einige Baulücken im Dorf, jedoch wollen die Eigentümer ihr Land nicht verkaufen. Südlich der Oberbeek sieht das anders aus, dort wären drei Landbesitzer bereit, ihre Flächen der Gemeinde zu verkaufen. Etwa 18 bis 20 Bauplätze könnten dort entstehen. sd

LN

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