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Segeberg Großbrand wütet beim Wehrführer
Lokales Segeberg Großbrand wütet beim Wehrführer
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19:38 27.08.2018
Ausgerechnet bei Jan Brumund, Wehrführer der Ortsfeuerwehr Berlin, stand eine massiv gebaute Scheune in voller Ausdehnung in Flammen. Quelle: hfr
Seedorf

Es war um 3.40 Uhr in der Nacht, als Jan Brumund und sein Vater gleichzeitig von einem Knall wach wurden. Ein Blick nach draußen genügte: Aus dem Eternitdach des Wirtschaftsgebäudes, das gegenüber dem Wohnhaus steht, schlugen bereits deutlich sichtbare Flammen, die den gesamten Hofbereich in ein helles Licht tauchten. Sie hatten letztendlich auch dafür gesorgt, dass die beiden Männer hochschreckten. Eternit bricht mit einem lauten Knall, wenn es heiß wird.

Was dann passierte, spulte sich automatisch beim Ortswehrführer von Berlin ab: Besonnen alarmierte er die Einsatzleitstelle und bereitete alles vor, damit seine Feuerwehrkameraden sogleich mit den Löscharbeiten beginnen konnten. Alles, was den Einsatzkräften im Weg stehen könnte, räumte er eilig beiseite. Vor allem die Zugänge zum Seekamper See und zum Karpfenteich mussten für die Einsatzkräfte gut erreichbar sein. Zuerst hatte die Einsatzleitselle unter dem Stichwort „Feuer Mittel“ die Ortsfeuerwehren Dorf Berlin, Seedorf und Hornsdorf sowie die Feuerwehrleute der Nachbargemeinde Nehms zu einem brennenden Schuppen im Seebrook alarmiert. Als erster war Gemeindewehrführer Philipp Frank vor Ort, der selbst nicht weit von Jan Brumund ebenfalls im Ortsteil Berlin zu Hause ist.

Altes Feuerwehrauto war hier untergestellt

„Als ich ankam, brannte die Halle bereits in voller Ausdehnung“, berichtete der Gemeindewehrführer, der die Leitstelle mit den beiden Einsatzleitfahrzeugen, der Gefahrguterkundung und den Wehren Glasau-Sarau, Krems II, Rohlstorf, Travenhorst und Wensin-Garbek sämtliche Feuerwehren des fünften Bereichs der Amtsfeuerwehr nachalarmieren ließ. Darüber hinaus wurde die Drehleiter der Kollegen aus Wahlstedt angefordert.

Landwirtschaftliche Geräte, ein altes Feuerwehrauto der Freiwilligen Feuerwehr Sarau und ein Wohnwagen waren in dem massiv gebauten Wirtschaftsgebäude untergestellt. Außerdem hatten die örtlichen Jäger in einer Ecke des gleichen Gebäudes ihre Wildkammer mit Zerlegebereich und Kühlung für das erlegte Wild. Dass im Bereich der Wildkammer ein technischer Defekt für das Feuer verantwortlich gewesen sein könnte, glaubt Jan Brumund allerdings nicht: „Die Flammen schlugen zuerst aus der Mitte der Halle.“

Schadenshöhe derzeit noch unklar

„Als wir gesehen haben, dass die Halle nicht mehr zu retten war, haben wir versucht, andere Gebäude zu retten, auf die die Flammen hätten übergreifen können“, berichtet der Gemeindewehrführer. Dabei richteten die Feuerwehrleute ihr Augenmerk auf die direkt an das brennende Wirtschaftsgebäude angrenzende Halle, die von einem Hundesportverein genutzt wird. Zwar sind auch dort einige Fensterscheiben zu Bruch gegangen, aber den größten Teil der Halle, die erst kürzlich mit viel Aufwand für das Agility-Training von Hund und Herrchen hergerichtet worden war, konnten die Feuerwehren retten. „Der Bodenbelag ist ähnlich wie ein hochwertiger Kunstrasenplatz“, erzählt der Gemeindewehrführer.

Er und Jan Brumund bedanken sich bei allen 160 Feuerwehrleuten, die knapp vier Stunden gegen die Flammen gekämpft hatten. Die Polizei hat den Brandort bereits besichtigt. Eine Schadenshöhe konnte bisher noch nicht benannt werden.

Von Petra Dreu

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